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Dresden

Grüne wollen autofreies Terrassenufer

Für die Verkehrswende sollen Dresdner mehr Bus, Bahn und Rad fahren. Auch für bezahlbaren Wohnraum hat die Partei Ideen. 

Blick auf das Terrassenufer in Dresden © imago/Hanke

Das Wahlprogramm umfasst 80 Seiten. Aber die Dresdner Grünen haben ihre Mitglieder nach Schwerpunkten befragt. „Das sind die Punkte, die wir nach der Wahl sofort angehen“, erklärt Grünen-Chef Klemens Schneider. Dazu gehört auf jeden Fall das Thema Mobilität. Die Grünen wollen eine Verkehrswende. „Als Pilotprojekt soll im Sommer das Terrassenufer autofrei werden“, so Susanne Krause, die Parteichefin kandidiert in Löbtau. „Ziel ist es, 75 Prozent des Verkehrs ohne Auto zu bewältigen.“

Dafür soll der Anteil von Bus und Bahn auf 30 Prozent gesteigert werden, der von Radfahrern auf 25 Prozent und weitere 20 Prozent der Dresdner zu Fuß gehen. Aktuell liegt der Anteil des Autoverkehrs bei knapp 40 Prozent.

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Eine stärkere Bürgerbeteiligung, die sich die Grünen wünschen, haben sie in der Kooperation mit Linken und SPD bereits umgesetzt. Am 26. Mai werden neben den Stadträten auch die Stadtbezirksräte direkt gewählt und bekommen Budgets.

Um bezahlbare Wohnungen zu sichern, fordern die Grünen mehr Sozialwohnungen. Jeder Investor soll 30 Prozent der Wohnungen, die er neu in Dresden baut, als Sozialwohnung vermieten. Stärken wollen die Grünen gemeinschaftliche Wohnprojekte wie Kleingenossenschaften und Mietshäuser-Syndikate.

Dazu soll es Nachbarschaftszentren in allen Stadtteilen geben, um Begegnungen und den Austausch zu fördern. Solardächer auf städtischen Gebäuden und begrünte Fassaden sind ein weiteres Ziel für den Klimaschutz. Dazu gehören auch die Märkte und Veranstaltungen, bei denen Stoff- und Papiertüten ausgegeben und Mehrweggeschirr eingesetzt werden sollen.

Nach dem Scheitern des Projektes „Elixier“, fordern die Grünen nun ein interkulturelles Zentrum für Dresden. Sie denken etwa an das Kraftwerk Mitte als Standort. Dort sollen Migranten Feste veranstalten und mit den Dresdnern in Kontakt kommen. Bisher gebe es keinen Ort in Dresden dafür, der ausreichend groß ist. (SZ/awe)