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Grüne wollen keine Obergrenze

Die Partei hält die Forderungen der Wolfsgegner für überzogen. Die Angst vor dem Raubtier sei unbegründet.

© Robert Michael

Bautzen. Nach der Übergabe einer Petition für den Wolfsabschuss an den Landtag haben Sachsens Grüne vor einer unsachlichen Debatte gewarnt. Die Angst vor dem Wolf ist nicht begründet, erklärt Wolfram Günther, der für Umwelt und Landwirtschaft zuständige Sprecher der Grünenfraktion im Landtag. Der Mensch gehöre nicht zum Nahrungsbild des Wolfes. Die in der Petition geforderte Obergrenze für den Wolfsbestand in der Oberlausitz sei zudem unnötig. Die Rudeldichte in der Region habe ohnehin eine artspezifische Obergrenze, die sich von allein einstellen werde.

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Im Zittauer Gebirge heulen am ersten Augustwochenende die alten Motoren und schnaufen die historischen Dampfrösser.

Die Initiative „Wolfsgeschädigter und besorgter Bürger“ hatte insgesamt mehr als 18 000 Unterschriften gesammelt und am Mittwoch an den Landtag übergeben. Zu den Unterzeichnern zählen auch Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) und eine Reihe weiterer Politiker aus der Region.

„Die Sorge um die Herdentiere und das persönliche Sicherheitsgefühl der Menschen kann man nicht kleinreden“, erklärt Wolfram Günther. Auch stelle er die Entnahme problematischer Einzelwölfe nicht infrage. Eine Begrenzung des Bestands löse aber die Sorgen der Menschen nicht, weil trotzdemweiter Wölfe unterwegs wären. Um die Herden zu schützen, sei es ratsam, auf Vergrämung zu setzen. Zugleich betont der Politiker die enorm wichtige Bedeutung der Weidetierhaltung und fordert bei Schutzmaßnahmen eine noch bessere Unterstützung durch den Freistaat. (SZ/sko)

Zu den Stellungnahmen der Abgeordneten: https://www.openpetition.de/petition/stellungnahme/begrenzung-der-wolfspopulation

Zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/begrenzung-der-wolfspopulation