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Meißen

Grünmarkt mit Überraschungen

Die Bilanz des diesjährigen Grünmarktes fällt überwiegend positiv aus. Einen Wunsch haben die Händler aber noch.

Die schönsten Schnappschüsse von Frischemärkten sind im Foyer der Stadtbibliothek ausgestellt. Zu dem Foto-Wettbewerb hatte die Stadt anlässlich der diesjährigen Grünmarkt-Saison aufgerufen.
Die schönsten Schnappschüsse von Frischemärkten sind im Foyer der Stadtbibliothek ausgestellt. Zu dem Foto-Wettbewerb hatte die Stadt anlässlich der diesjährigen Grünmarkt-Saison aufgerufen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Die Grünmarkt-Saison ist beendet. Am vorigen Samstag fand das in diesem Jahr letzte Markttreiben am neuen Standort an der Roten Schule in Meißen statt. Es gab viele positive Rückmeldungen von Kunden und Händlern. Der neue Standort brachte für einige aber auch einen kleinen Nachteil.

Christian Friedel, Leiter des Amtes für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur zeigte sich sehr zufrieden. „In den warmen Monaten hatten wir fantastische Witterungsbedingungen“, sagte er. Zudem war das aufwendige Absperren des Parkplatzes auf dem Kleinmarkt nicht mehr nötig. Auch von den Händlern wurde der Platz an der Roten Schule gelobt. 

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„Das Ambiente ist wunderschön. Wir sind sehr zufrieden“, resümierte Andy Weiß vom Familienunternehmen Marmeladen-Mädchen aus Dresden. Allerdings, sagt er, fehle nun die Laufkundschaft etwas. Dies bestätigten auch andere Händler wie der Inhaber der Kaffee-Klappe Marcus Tilpe. Er war das erste Mal beim Grünmarkt dabei. Sein Fazit ist zwar insgesamt sehr gut, aber „so versteckt findet kein einziger Tourist den Markt.“ 

Insofern war der Kleinmarkt ein besserer Platz. Das Argument der großen Hitze dort kann Tilpe natürlich nachvollziehen. Deshalb würde er sich wünschen, wie andere Gewerbetreibende auch, mehr Laufkundschaft auf den Markt zu ziehen. Für Händler mit einheimischen Stammkunden war der Wechsel ein echter Gewinn. 

So schwärmt Marktfahrrad-Obst- und Gemüsehändler Jan Kwasnik: „Ich habe ein deutliches Kundenplus wahrgenommen. Das merke ich auch an meinen Umsätzen. Zudem ist es eine sehr schöne Kulisse.“ Andy Weiß hat als Idee, vielleicht eine größere Werbung am Torbogen zum Markteingang anzubringen.

Neben der Kaffee-Klappe gab es drei weitere neue Standbetreiber. So beispielsweise am Anfang die Imkerei Römer aus Geithain. „Sie war mit ihren Umsätzen allerdings nicht so zufrieden“, sagte Friedel. Doch mit der Imkerei George war schnell Ersatz gefunden.

Rund 25 Standbetreiber gab es für den 14-tägig stattfindenden Grünmarkt. Etwa 15 Händler waren pro Markttag da. Damit ist der Platz aber auch schon voll. Nur noch ein paar kleinere Stände könnte die Stadt dann noch anbieten. Zukünftig könne sich Friedel auch einen wöchentlichen Grünmarkt vorstellen. 

Einige Händler wie Jan Kwasnik würden das sehr begrüßen: „Auch unsere Kunden wünschen sich das.“ Allerdings geht es nicht allen Gewerbetreibenden so. Deshalb finden sich derzeit auch noch nicht genügend, die jeden Samstag verkaufen würden. „Ansonsten lohnt es sich aber nicht“, sagte Friedel. 

Deshalb geht er davon aus, dass der Markt 2020 im gleichen Rhythmus stattfinden wird. Auf jeden Fall schaut er sich jetzt schon wieder nach Händlern um. „Es gibt einen Kampf um gute Standbetreiber“, sagte er.

Der Sieger des Wettbewerbes um die meisten Grünmarkt-Besuche wird Ende Oktober ausgelost und bekannt gegeben. Zu gewinnen gibt es ein Fünf-Gänge-Candle-Light-Dinner mit regionalen Produkten im Dorint Parkhotel Meißen.

Zudem hatte die Stadt zu Beginn der Saison einen Foto-Wettbewerb zum Thema Frischemärkte ausgerufen. „Wir hatten zahlreiche Einsendungen. 30 Fotos hängen im Foyer der Stadtbibliothek noch bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes aus“, sagte Friedel. Besucher können dort den schönsten Markt-Schnappschuss wählen. „Der Sieger der beliebtesten Aufnahme erhält eine kleine Grünmarkt-Überraschung“, so Friedel.

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