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Grunau wird durch Brückenbau abgeschnitten

Die Kraftfahrer müssen eine große Umleitung fahren. Auch Fußgänger dürfen die Baustelle nicht überqueren.

Die Brücke über die Schnauder, die eher wie ein großer Durchlass anmutet, ist marode. Sie muss abgerissen und neu gebaut werden.
Die Brücke über die Schnauder, die eher wie ein großer Durchlass anmutet, ist marode. Sie muss abgerissen und neu gebaut werden. © Foto/Archiv: Braun

Roßwein. Rund zehn Kilometer lang ist die Umleitung, die die Grunauer ab dem 25. Februar fahren müssen. Grund ist der beginnende Neubau der Brücke über der Schnauder (DA berichtete). Nach dem Willen des Landratsamtes Mittelsachsen als Baulastträger sollen die Anwohner und Gewerbetreibenden in den kommenden sieben Monaten über Roßwein und Etzdorf fahren.

Die Fußgänger und Radfahrer müssen sich ebenfalls einen neuen Weg suchen. „Durch das eng begrenzte Baufeld ist auch für sie eine Querung nicht möglich“, teilt Cornelia Kluge, Pressesprecherin des Landratsamtes, mit. Für den Bus werden Wendestellen in Littdorf und Grunau eingerichtet. Feuerwehr und Rettungsdienste seien über die Sperrung und die Umleitung informiert. Im Einzelfall werde geprüft, ob die Anfahrt von einer anderen Rettungswache zweckmäßiger erscheint.

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Die Grunauer sehen die lange Umleitung kritisch und hätten sich eine kurze Verbindung über den Hohenlaufter Weg gewünscht. Auf eine wiederholte Anfrage des DA erklärt die Pressesprecherin jedoch: „Es wird aus Sicht der Verkehrsbehörde keine Umleitungsführung über eine gemeindliche Straße, sondern nur über das klassifizierte Netz der Bundes-, Staats- und Kreisstraßen geben.“

Der Hohenlaufter Weg sei zwar eine Gemeindeverbindungsstraße, aber eine unbefestigte, sagt Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). „Um sie als offizielle Umleitung ausweisen zu können, müsste sie erst gebaut werden.“ Die Mitarbeiter des Bauhofes hätten unlängst nur die Schlaglöcher auf dem Weg verschlossen. Das Schild, das die Durchfahrt untersagt, bleibe stehen. Lindner bestätigt, dass auch für die Rettungsfahrzeuge die offizielle Umleitung gelte, „aber viele kennen sich ja in der Region aus.“

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Mit dem Ersatzneubau der Brücke werden Schäden beseitigt, die das Hochwasser im Juni 2013 angerichtet hat. Das Landratsamt veranschlagt die Kosten für das Projekt mit einer Million Euro. Finanziert werde der Betrag aus dem Aufbauhilfefonds 2013. Die Vollsperrung im Baubereich ist bis zum 27. September, das gesamte Vorhaben bis zum 30. Oktober geplant.

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