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Grund zur Freude gibt’s das ganze Jahr

Nicht nur im Advent kommen Kinder der Kita Bussibär und der Pflegeeinrichtung zusammen. Die Patenschaft feiert Jubiläum.

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© André Braun

Von Heike Heisig

Roßwein. Die Zeit von Patenbetrieben und Patenbrigaden ist vorbei. Davon aber lassen sich zwei Partner nicht beirren. Das sind das Team und die Schützlinge der Kita Bussibär an der Gersdorfer Straße und die Mitarbeiter des Pflegedienstes Brambor sowie die Nutzer ihrer Einrichtungen. „Schon als der Pflegedienst eröffnete, sind wir hingegangen und haben gratuliert“, sagte Kita-Leiterin Ute Wiesner. Und weil der Dienstleister in ein paar Wochen 25-jähriges Bestehen feiert, steht auch die Patenschaft mit dem Kindergarten vor genau demselben Jubiläum.

„Ich freue mich, dass das Miteinander völlig problemlos und unkompliziert funktioniert“, so Unternehmerin Cornelia Brambor. Und wie sieht die Patenschaft konkret aus? Die einzelnen Kindergruppen machen sich öfter auf den Weg in die Rüderstraße, um zusammen mit den Bewohnern der Einrichtung etwas zu unternehmen. Im Gegenzug statten diese den Kindern in deren „Villa“ unterhalb des Hartenberges ab und an einen Besuch ab. „Dabei geht es in keinerlei Weise ums Bespaßen“, erklärten Cornelia Brambor und Ute Wiesner. Vielmehr empfinden beide Frauen, Kinder und ältere Menschen die Begegnungen als gegenseitige Bereicherung. „Wir frühstücken gemeinsam, spielen, basteln und singen zusammen“, zählte Ute Wiesner als Beispiele auf. Am Donnerstag war wieder einmal Zeit für solch einen Ortswechsel, ein gemeinsames Frühstück und eine vorgezogene Bescherung. Cornelia Brambor hatte den Kindern einige Geschenke und einen Scheck über 1 000 Euro mitgebracht. Und derartige Unterstützung gebe es nicht immer nur zu Weihnachten, sondern ab und an auch im Laufe des Jahres. Die Finanzspritze will Ute Wiesner diesmal einsetzen, um auf dem mehrere Tausend Quadradmeter großen, parkähnlichen Freigelände neue Bäume zu pflanzen. „Einige mussten gefällt werden“, begründete die Kita-Leiterin. Außerdem seien für 2018 einige Reparaturen am kleinen Schwimmbecken geplant, in dem sich die knapp 70 Kinder im Sommer erfrischen können.

Bis zum nächsten Badespaß im Garten soll es noch einige Treffen geben. Jung und Alt freuten sich darauf, wie die Organisatoren bescheinigten und Kindern wie Rentnern anzusehen war. „Das ist Paula“, sagte ein Mädchen und stellte ihre Puppe einer Rentnerin vor. „Genau das meinen wir“, zeigte Ute Wiesner auf die beiden. Die Generationen gingen inzwischen völlig ungezwungen aufeinander zu, jeder wolle etwas vom anderen wissen und lernen. „Von manchen Bewohnern leben Kinder und Enkel weit weg“, so Cornelia Brambor. Bei den Kindern sei das ähnlich. Nicht alle hätten ihre Großeltern im Ort, weiß die Kita-Leiterin. Sie und die Unternehmerin haben beobachtet: „Die Nähe tut allen gut.“