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Döbeln

Grundschüler arbeiten bald mit Robotern

Die Vorbereitungen laufen. Um die Technik für ein Angebot nach Schulschluss zu kaufen, kommt Geld der Benefizgala zum Einsatz.

Das sächsische Kultusministerium bereitet Werken-Lehrer derzeit in Weiterbildungen auf die praktische „Begegnung mit Robotern und Automaten“ vor.
Das sächsische Kultusministerium bereitet Werken-Lehrer derzeit in Weiterbildungen auf die praktische „Begegnung mit Robotern und Automaten“ vor. ©  dpa / Symbolbild

Leisnig. Im Sachunterricht werden Grundschüler schon mit Robotern und Automaten bekannt gemacht. Doch bei dieser Theorie soll es nicht mehr bleiben. Das sächsische Kultusministerium bereitet Werken-Lehrer derzeit in Weiterbildungen auf die praktische „Begegnung mit Robotern und Automaten“ vor. So heißt ein neuer Lernbereich. Doch damit wollen es Leisnigs Grundschulleiterin Therese Bretschneider und ihre Kollegen nicht bewenden lassen.

Die Schule hat im Dezember einen Teil der Einnahmen aus der Leisniger Benefizgala „Damit die Hoffnung nicht stirbt“ bekommen. „Dieses Geld werden wir dafür einsetzen, um einen Schülerbausatz bereits fertig montierter Roboter anzuschaffen“, erzählt die Schulleiterin. Sie rechnet dafür mit Ausgaben von etwa 1.200 Euro.

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Die Evangelische Hochschule Dresden stellt ihre Studiengänge bei der KarriereStart in der Messe Dresden vor.

In der benachbarten Oberschule arbeiten Kinder und Jugendlichen schon seit mehreren Jahren am Projekt „Roberta“ mit, sogar bei Wettbewerben und Olympiaden. Grundsätzlich geht es dabei darum, Roboter zu konstruieren und so zu programmieren, dass sie verschiedene Aufgaben erledigen. Das gelingt Mädchen meist genauso gut wie Jungs, manchmal sogar noch besser. 

„Bei uns werden die Roboter schon eine Form haben, sodass wir damit arbeiten und einfache Herausforderungen meistern können“, stellt Therese Bretschneider in Aussicht. Auch Leisniger Lehrerinnen würde sich dahingehend fortbilden. Für das geplante Ganztagsangebot sollen externe Kräfte zum Einsatz kommen. In einer kleinen Gruppe von fünf bis sieben Schülern sei das Arbeiten wahrscheinlich am effektivsten, so die Überlegungen.

„Wir dürfen uns der Zeit nicht verschließen.“ Damit begründet die Schulleiterin, weshalb sich die Einrichtung schon länger damit beschäftigt, in welchen Facetten der Digital-Pakt umgesetzt werden kann. Dankbar ist sie in diesem Zusammenhang jungen Leuten, die wie Annabell Boitz gerade ein freiwilliges pädagogisches Jahr an der Grundschule absolvieren. Sie würden sehr viele frische Ideen mitbringen – und auch umsetzen.

Jüngstes Beispiel dafür ist ein Filmprojekt. Mit dem fünfminütigen Streifen „Die Welt in der wir leben“ haben die Leisniger sogar die Jury beim Schülerfilmfestival Sachsen 2019 überzeugt – und gewonnen. Nun wollen sich die Zweit- bis Viertklässler im neuen GTA-Angebot mit dem Namensgeber der Grundschule beschäftigen und eine Reportage über Sigismund Reschke drehen.

Auch darauf freut sich die Schulleiterin schon. Gibt es doch über den einstigen Bürgermeister Reschke nur eine überschaubare Menge an biografischen Daten und schon gar kein Foto. Lediglich anhand einer Puppe, die in einer rekonstruierten Zelle im Museum der Burg Mildenstein sitzt, ist vorstellbar, wie der einstige Vertreter der Freiheitsbewegung und Turnvereinsmitbegründer ausgesehen haben könnte.

Um solche Medienprojekte fortsetzen zu können, braucht die Grundschule weitere FSJler. Bis Ende April werden dafür Bewerbungen entgegengenommen.

www.schulen.leisnig.de

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