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Grundstein für exklusive Wohnungen

Die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt baut auf den Sonnenterrassen sechs Villen. Die Hälfte ist schon reserviert.

© Dietmar Thomas

Von Cathrin Reichelt

Döbeln. Stefan Viehrig geht extra auf die Knie, um den länglichen Plastikbehälter in einem Loch in der Bodenplatte zu versenken. Doch er passt nicht. Auch nicht mit Nachdruck. Damit sorgt der geschäftsführende Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt (WGF) bei den Gästen der Grundsteinlegung auf den Sonnenterrassen für ein Schmunzeln. Denn Daniel Lorenz, Polier der Haba Bau aus Hartha, dreht den Behälter nur etwas – und es funktioniert.

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In dem an beiden Enden verschlossenen Plastikrohr steckt eine Kupferhülse, die die Männer der WGF-Geschäftsleitung zuvor mit den beiden Tageszeitungen, Geld, Utensilien der Baufirmen und der Wohnungsgenossenschaft gefüllt haben. Sogar zwei Schnapsfläschchen sind dabei. Es sei die erste Grundsteinlegung seines Lebens, meint Viehrig. Dafür wird sie gleich für sechs Häuser vollzogen.

WGF investiert fünf Millionen Euro

Die WGF baut auf den Sonnenterrassen Stadtvillen mit je vier Wohnungen. Die Gesamtwohnfläche jeder Villa beträgt rund 400 Quadratmeter. Sie teilt sich auf Drei- und Vierraumwohnungen auf. „Die Grundrisse werden nach den Wünschen der Mieter gestaltet“, sagt Detlef Buschmann-Wölk, Projektleiter beim Generalauftragnehmer B & O Wohnungswirtschaft Chemnitz. „Für etwa die Hälfte der 24 Wohnungen gibt es bereits Anfragen. Alle Interessierten stammen aus der Region. Vorwiegend sind es Familien“, so Viehrig.

Die ersten vier Villen sollen, einschließlich der Fenster, bis Weihnachten rohbaufertig sein. Über den Winter ist der Innenausbau geplant. Die Wohnungen im Erdgeschoss erhalten eine Terrasse, alle anderen einen Balkon. Von allen haben die Mieter einen weiten Blick über Döbeln. Zu jeder Wohnung gehören eine Pkw-Stellfläche und ein Carport. An den grenzt eine Art Schuppen, in dem die Mieter Geräte oder Ähnliches unterstellen können.

Die Wohnungen werden mit Fernwärme von den Döbelner Stadtwerken versorgt und mit einem speziellen Sicherheitssystem ausgerüstet. Dazu gehören zum Beispiel einbruchssichere, bodengleiche Fenster. Außerdem sind, vor allem in den Küchen, einige technische Besonderheiten vorgesehen. Um Interessierten zu zeigen, was in dieser Hinsicht möglich ist, werden in den Wohnungen von zwei Villen die Küchen komplett eingerichtet.

„Die Wohnungen haben einen gehobenen Standard“, erklärt der WGF-Vorstand und nennt den Preis von 8,50 Euro pro Quadratmeter Grundmiete. Die WGF investiert in die Stadtvillen rund fünf Millionen Euro. Buschmann-Wölk rechnet mit der Fertigstellung des Gesamtvorhabens im Spätherbst 2018. Dann sollen auch die Außenanlagen fertig sein. Zu denen gehören die Straßen und Grünflächen ebenso wie die Bereiche für die Mülltonnen.

Oberhalb und unterhalb der WGF-Villen vermarktet die Döbelner Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (DWVG) zwei Areale auf den Sonnenterrassen. Der obere Bereich kann, je nach Kundenwunsch, in bis zu elf Grundstücke geteilt werden. „Dafür gibt es die ersten Reservierungen“, sagt Geschäftsführerin Gisa Nestler. Von den 18 Grundstücken unterhalb der Stadtvillen sind noch vier bis fünf zu haben. Auf den anderen wachsen bereits die Eigenheime der neuen Eigentümer. Einige Familien sind schon in ihre Häuser eingezogen.