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Günstig Fliegen trotz Klimawandel?

So lassen sich Flugmeilen sinnvoll kompensieren

© NickyPe

Günstig von Dresden nach Prag oder noch weiter in die Welt hinaus: Mit dem Flieger ist man in wenigen Stunden an den schönsten Orten dieser Welt. Doch in Zeiten der Klimakrise fliegt das schlechte Gewissen mit. Mit einer Spende zum Flugpreis können Reisende Emissionen ausgleichen. Fliegen zählt zu den sichersten Verkehrsmitteln der Welt. Mit der Bahn oder dem Auto kommt man zwar auch ans Ziel – aber nicht immer schnell und womöglich unter mehr Stressfaktoren. Zudem gibt es entfernte Ziele auf der Welt, die sich einfach am besten mit dem Flieger erreichen lassen. Doch die sogenannte Flugscham greift um sich – vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Erderwärmung. Durch Tochtergesellschaften der großen Airlines wie Lufthansa, kommt jeder günstig in die Luft. Ob Eurowings, SunExpress oder easyJet: Billigflieger ermöglichen Tickets ab 40 Euro. Aufgrund neuer Besteuerungen und dem Green Deal der Bundesregierung werden Flüge in Zukunft teurer. Um weiterhin für einen akzeptablen Preis abzuheben und dennoch etwas für die Umwelt zu tun, sollten Reisende ihre Flugmeilen sinnvoll kompensieren.

Immer mehr Menschen spenden Geld, um die verursachten Treibhausgase auszugleichen. 40 % mehr Spenden als im Vorjahr verzeichnete die Klimaschutzorganisation Atmosfair. Bereits 2018 gingen 9,5 Millionen Euro ein, um die beim Reisen produzierten Treibhausgase zu kompensieren. All das fasst man unter dem Begriff CO2-Kompensation zusammen. Direkt beim Buchen eines Flugs, kann eine Spende einkalkuliert werden. Nicht jede Airline arbeitet mit einem Kompensationsanbieter zusammen, auch das kann bei Vergleichsplattformen in Erfahrung gebracht werden. In der Regel können Reisende mit einem Spendenanteil von 15 bis 23 Euro rechnen, um eine Tonne CO2 zu kompensieren. Hier erhebt jede Airline einen anderen Betrag. 

Tipps für einen günstigen Flug

Die Sonne ruft und der karibische Strand ist ein großer Traum? Um einen guten Preis zu erzielen, ist eine längere Vorabsuche empfehlenswert. Vor allem bei Langstrecken lohnt sich eine Buchung Wochen im Voraus. Des Weiteren kann ein Preisalarm eingerichtet werden, der Nutzer informiert, sobald der günstigste Preis für die Wunschstrecke vorliegt. Wer flexibel ist und außerhalb der Hauptreisezeit fliegt, kann ebenfalls mit Schnäppchen rechnen.

Klimasünder: Flugverkehr im unteren internationalen Ranking

Flugzeuge schleudern eine Menge in die Luft, was unsere Erde erwärmt. Betrachtet man den CO2-Ausstoß, findet sich der Flugverkehr aber gar nicht auf den ersten Plätzen im Ranking der Klimasünder. Strom- und Wärmeerzeugung liegen mit 42 % vorne. Der Straßenverkehr nimmt fast 18 % ein, erst danach folgt das Fliegen. Das Umweltbundesamt gibt jedoch an, dass die Treibhausgasemissionen vor allem in der Höhe mehr Schaden annehmen als am Boden. Daher sollte sich jeder Reisende überlegen, ob nationale Flüge wirklich nötig sind, oder ob die Bahn von Berlin nach Hamburg nicht auch akzeptabel ist. 

In den Urlaub fliegen und dennoch etwas für die Umwelt tun

Wer seine Flugmeilen kompensiert und Geld an Klimaschutzprojekte spendet, investiert in unsere Umwelt und kann dennoch den Urlaub genießen. Bei einigen Projekten werden Bäume gepflanzt, die CO2 wieder abbauen. Andere Initiativen investieren das Geld aus den Flugmeilen in erneuerbare Energien. Reisende sollten auf Qualitätssiegel achten oder den Beitrag direkt beim Buchen bei der Airline entrichten. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur A. Lessia.