merken

Gut gerüstet fürs Finale

Die Dresdner PMS GmbH sorgt für ein scharfes Bild bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Auch wenn die Sonne besonders grell scheint.

© André Wirsig

Von Bettina Klemm

Enrico Dreßler liebt den großen Auftritt für seine Produkte. Zur aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft sind seine LED-Wände besonders gefragt, egal ob zur Fanmeile in Berlin, bei der Freiwilligen Feuerwehr in Torgau oder bei Vereinen, die bei der MDR-Fußballparty gewinnen. Durch die Modulbauweise können die Wände unterschiedlich groß aufgestellt werden, bis zu acht mal 4,50 Meter. „Unsere Projektoren sind uneingeschränkt lichttauglich, das sichert auch bei Sonne ein gutes Bild“, sagt der Geschäftsführer der Dresdner Firma PMS Professional Media Service GmbH & Co. KG. Fußball-WM könnte immer sein, das ist gut für sein Geschäft.

Anzeige
Dieses Jahr etwas Besonderes verschenken
Dieses Jahr etwas Besonderes verschenken

Auf der Suche nach einem perfekten Geschenk? Ein Geschenk, das nicht sofort wieder weggelegt wird, sondern das ganze Jahr über hält?

Der heute 35-jährige Enrico Dreßler hat schon als Jugendlicher als DJ seine erste eigene Technik gehabt. Weil er damals noch keinen Führerschein hatte, fuhr ihn die Mama zu den Veranstaltungen. Selbst beim Abiturstress arbeitete er als freier Techniker für verschiedene Firmen, baute vor allem Videotechnik auf. So hatte Dreßler eine gute Marktübersicht. Bis zum neunten Semester studierte er dennoch an der Technischen Universität Elektrotechnik. „Doch dann war die Dynamik und der Bedarf einfach zu groß.“ Kurz vor den letzten Prüfungen schmiss Dreßler hin und gründete 2003 seine Firma. Angefangen hat er mit zwei Leuten, einem Mietwagen und 160 Quadratmetern Fläche.

„Inzwischen befindet sich unser Firmensitz im Dresdner Industriegelände, er ist logistisch optimal gelegen“, erklärt er. Den Ausschlag bei der Standortwahl gab die schnelle Anbindung zur Innenstadt und zum Flughafen. Büro, Disposition, Kreativbüros, Lager und Werkstatt verteilen sich auf zwei Etagen und insgesamt 1.000 Quadratmeter. Etwa 20 Mitarbeiter gehören mittlerweile zum Team, bei Bedarf ist aber auch schnell mal die dreifache Anzahl im Einsatz. Die Branche ist schnelllebig, da ist auch beim Personal Flexibilität gefragt.

Präsentation im eigenen Showroom

Wichtig sei ihm auch eine gute Vernetzung. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen und kompetenten Kollegen in Berlin und München garantiere überregional maßgeschneiderten Service, Flexibilität, kurze Wege und einen großen und vielfältigen Materialpool. Die bestmögliche Qualität aus den Anlagen herauszuholen, das sei die Firmenphilosophie. Dazu zähle auch ein gutes Auftreten. So sind seine Mitarbeiter, das Durchschnittsalter liegt bei 25 Jahren, meist „Techniker im Anzug“.

Dreßler, selbst ein kreatives Arbeitstier, sucht auch vielseitige Mitarbeiter. Bei seinem Tagespensum bleibe kaum Zeit für anderes. Er ist ein begeisterter Oldtimer-Fan. Und wie kann es anders sein, verknüpfte er auch zum zehnjährigen Firmenjubiläum Privates und Dienstliches. Neben künstlerischen, technischen und kulinarischen Dingen bestach sein auf Bluesmobil getrimmter Pontiac Phoenix. In ihn konnten sich die Gäste setzen, mit der eingebauten Fotobox fotografieren und die Bilder anschließend sofort drucken lassen. Eine ganze Bildergalerie im Büro erinnert daran.

Auch wenn der meiste Umsatz bei vielen kleinen Aktionen erzielt wird, zählen Großveranstaltungen zu den besonderen Highlights. Stolz ist Dreßler in diesem Zusammenhang auf seinen Showroom. „Dort können wir im Gespräch mit unseren Kunden die konzeptionellen und technischen Möglichkeiten zeigen und erlebbar machen“, erklärt er. Vor besonders großen Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Sparkassentag oder dem European City Marketing, baut die Firma schon mal ein Projektstudio auf, damit das Organisatorenteam einen besseren Überblick erhält. Auch beim Klima-Gipfel in Warschau im vergangenen Jahr sorgte PMS für die Technik. In der Leipziger Arena ist das Unternehmen Hausdienstleister.

Wo sieht sich Dreßler in fünf Jahren? „Wir wachsen weiter und haben Europa und den Mittleren Osten noch stärker im Visier“, sagt er. Ein nächstes Projekt in Katar sei schon in Vorbereitung.