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Gute Absicht, viel Verwirrung

Susanne Sodan kommentiert die neuen Regeln für den Datenschutz.

© Frank Baldauf

Susanne Sodan

Auf einem Nachrichtenportal habe ich gerade einen Kommentar gelesen mit dem Grundtenor: Sollen sich mal alle nicht so anstellen, die kleinen Vereine und Unternehmen! Es sei doch schon seit zwei Jahren bekannt, dass die neue Datenschutzgrundverordnung 2018 in Kraft tritt. Aber die Unsicherheit ist schon verständlich. Erstens, weil es eine Menge Punkte sind, die es zu beachten gilt: Datenminimierung, Aktualisierung der Datenschutzbestimmung, mehr Transparenz, möglichst viel Anonymisierung .... Zweitens: Je mehr man sich ins Thema einliest, umso mehr schwammige Punkte fallen einem auch auf. Dazu die Aussicht auf schärfere Bestrafung. Rechtsanwälte, die auf Datenschutz spezialisiert sind, werden dieser Tage bestimmt jede Menge zu tun haben.

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Und trotz all dieser Kritikpunkte, trotz all dem Stress: Es ist richtig, dass die neue Datenschutzverordnung an den Start geht. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Thema, das man lieber zur Seite drücken will. Man hat sich so daran gewöhnt, dass persönliche Informationen gesammelt, auch weitergegeben werden. Ob die neue Grundverordnung in der Praxis wirksam ist, wie die Umsetzung auch kontrolliert wird, bleibt abzuwarten. Aber wenigstens im Kopf hat die neue Datenschutzgrundverordnung eine Wirkung.

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