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Gute Aussichten für Pumpak

Die Abschussgenehmigung für den Wolf wird vermutlich nicht verlängert, heißt es aus dem Görlitzer Landratsamt. Zuletzt wurde er Ende Januar gesehen.

© Lupus

Görlitz. Die Abschussgenehmigung für Wolf Pumpak wird vermutlich nicht verlängert. Das bestätigte das Landratsamt Görlitz auf SZ-Nachfrage. Der Wolf sei schon länger nicht mehr gesichtet worden, so die Begründung. Letztmalig wurde er wohl am 27. Januar in Quolsdorf gesehen, als er es auf einen Kuchen abgesehen hatte, der im Freien zum Abkühlen stand. Die offizielle Entscheidung zu dem Fall werde erst nach dem 19. Februar bekannt gegeben. Dann läuft die Frist für die Tötung aus.

Das sächsische Umweltministerium bestätigte inzwischen aber, dass vonseiten der Görlitzer kein Antrag für eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung gestellt werde. Die Görlitzer Behörde hatte sich Mitte Januar entschlossen, den Wolf schießen zu lassen. Grund war, dass der knapp zwei Jahre alte Rüde regelmäßig auf Komposthaufen und in Siedlungen im Raum Rietschen – vor allem in Teicha und Quolsdorf – nach Nahrung gesucht hatte. Er war Menschen gegenüber allerdings scheu.

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Wird Pumpak („der Fette“) nicht getötet, wird das zumindest in Polen für Aufatmen sorgen. Dort hatten sich Wissenschaftler, die den Wolf über Jahre beobachtet hatten, gegen den Abschuss ausgesprochen. Sie forderten, man solle zunächst versuchen, ihn zu vertreiben. Die Zgorzelecer Landrätin Urszula Ciupak hatte sich zuletzt ähnlich geäußert. (ihg)