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Gute Luft für Tütensuppe

Die Absaug- und Filteranlagen der Löbauer ULT AG sind in vielen Branchen gefragt. Deshalb erweitert der Betrieb erneut.

© R. Sampedro

Von Romy Altmann-Kühr

Löbau. Was hat Tütensuppe mit Löbaus Wirtschaft zu tun? Eine ganze Menge. Denn die Firma ULT, die im Kittlitzer Gewerbegebiet ansässig ist, sorgt mit ihren Anlagen dafür, dass zum Beispiel Tütensuppe richtig hergestellt und einwandfrei verpackt werden kann. Die Umwelt- Lufttechnik AG – kurz ULT – stellt Absaug- und Filteranlagen her und hat damit 2016 bereits den Titel „Sachsens Unternehmer des Jahres“ erhalten.

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Das Geschäft läuft gut, deshalb hat ULT einen neuen Bürokomplex eingerichtet, den Pressesprecher Stefan Meißner hier zeigt (kleines Foto). Weitere Mitarbeiter werden gesucht.
Das Geschäft läuft gut, deshalb hat ULT einen neuen Bürokomplex eingerichtet, den Pressesprecher Stefan Meißner hier zeigt (kleines Foto). Weitere Mitarbeiter werden gesucht. © R. Sampedro

Es gibt heute kaum einen Produktionsbereich, der ohne Absaug- und Filtertechnik auskommt, schildert ULT-Vorstand Alexander Jakschik. Die Firma stellt aber auch Anlagen her, die für trockene Luft sorgen. In vielen Industriezweigen kommt die Technik aus Kittlitz auch deshalb zum Einsatz, weil absolute Trockenheit vonnöten ist. Die Nahrungsmittelindustrie ist ein anschauliches Beispiel dafür, so Stefan Meißner, Pressesprecher bei ULT. „Beim Abfüllen eben zum Beispiel von Tütensuppen muss es absolut trocken sein, sonst klumpt das Pulver und könnte schimmeln.“ Die Uhren-Produktion oder auch die Herstellung von Medikamenten nennt Meißner als ein weiteres Beispiel, wo die Luft entfeuchtet werden muss. Weil die Anlagen der ULT AG in so vielen Industriezweigen benötigt werden, hat sich der Löbauer Betrieb jetzt wieder erweitert. Eine neue Werkhalle wurde bereits 2016 errichtet, nun ist noch ein Bürokomplex angebaut worden. Auf 300  zusätzlichen Quadratmetern Bürofläche sind 36 moderne Arbeitsplätze entstanden. Sie sind aber noch nicht alle belegt. Denn ULT sucht weiter Mitarbeiter, nicht nur in der Produktion, wo technische Berufe wie Konstrukteur oder Mechatroniker gefragt sind. Auch Mitarbeiter im Vertrieb oder Sachbearbeiter für verschiedene Abläufe sucht die Firma derzeit, so Alexander Jakschik.

Die räumlichen Erweiterungen sind aber nicht die einzige Neuerung bei ULT. Jetzt hat die Firma für Umwelt-Lufttechnik eine neue Generation ihres Klassikers vorgestellt: Absaug- und Filteranlagen. Die Anlagen nutzen Firmen, um an Industriearbeitsplätzen Stäube, Dämpfe oder Rauch abzusaugen, die bei der Produktion entstehen. Das ist zum einen nötig, um die Produkte einwandfrei herstellen zu können, zum anderen um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Lötrauch zum Beispiel ist sehr schädlich, erklärt ULT-Chef Alexander Jakschik. Er wird direkt über dem Arbeitsplatz abgesaugt und gefiltert. Dafür sorgt ein kleiner viereckiger Apparat. Dort hinein installieren die ULT-Mitarbeiter die innovative Technik. „Es können verschiedene Filter installiert werden, denn je nach Industriezweig müssen sie unterschiedliche Schadstoffe, Gase oder Dämpfe verarbeiten. Laserrauch, erklärt ULT-Sprecher Stefan Meißner, sei zum Beispiel sehr klebrig. Da werden andere Filter benötigt, als etwa bei Lötrauch.

Inzwischen ist die neue Anlagengeneration so weit ausgetüftelt, dass ULT sie nun auch in der sogenannten Fließfertigung herstellen kann. Der Arbeiter wandert dabei auf einem Fließband mit dem Gerät von rechts nach links, montiert daran die einzelnen Teile, die jeweils bereitliegen. Das Gerät zu entwickeln ist das eine, sagt Alexander Jakschik. Es müsse aber in der Praxis auch effizient produziert werden. Das ist nun geschafft. Die Anlagen von ULT nutzen Betriebe in ganz Deutschland, 30 Prozent seiner Anlagen verkauft die Löbauer Firma aber auch ins Ausland: innerhalb Europas, nach Asien, Nordamerika, Australien. In den USA hat das Unternehmen eine eigene Niederlassung.