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Gute Nachrichten für Morgenmuffel

Der Oberelbe-Marathon startet in diesem Jahr später. Einer will trotzdem schneller im Ziel sein.

© Archivbild: Daniel Förster

Von Tino Meyer

Der frühe Vogel ... ist oft genug auch ein Läufer. Besonders der trainingsmethodisch wertvolle lange Lauf am Wochenende absolviert sich nämlich in den Morgenstunden am besten, gerade jetzt. Sonnenaufgang, Vögelgezwitscher und gemütlicher Schlurfschritt im Idealpulsbereich: eine Marathon- oder Halbmarathonvorbereitung könnte nicht effektiver sein – wenn man sich früh am Morgen aufraffen kann.

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Insofern ist die Nachricht, dass sich die Startzeiten beim VVO-Oberelbe-Marathon in zweieinhalb Wochen um knapp eine Stunde nach hinter verschieben, vermutlich für die Mehrzahl der Läufer eine gute. Erst um 10.10 Uhr wird am 29. April dann die 21. Auflage des beliebten Landschaftslaufs gestartet – und damit auch die anderen vier kürzeren Distanzen eine halbe Stunde später als zuletzt.

Der Grund liegt allerdings nicht in der Rücksichtnahme auf die Morgenmuffel unter den Läufern, sondern bei der Deutschen Bahn. „Unser Kooperationspartner ermöglicht seit Jahren, dass die Marathonläufer die Gleisübergänge bei den Kilometern 5,3 und 6,7 ohne unplanmäßigen Zwischenstopp passieren können. Dieses Freifenster ist in den Gesamtfahrplan integriert. Doch Baumaßnahmen sorgen dieses Mal für eine Verschiebung“, erklärt Rennleiter Uwe Sonntag. Ein Problem sieht er darin nicht, im Gegenteil. Entscheidend ist – vor allem für die Sicherheit der Teilnehmer – dass es dieses Freifenster überhaupt gibt.

Neu ist auch die Netto-Zeit

In unguter Erinnerung ist auch Sonntag, dass in den Anfangsjahren die geschlossenen Schranken schlicht ignoriert wurden. Einmal losgelassen, lässt sich der Läufer eben nur ungern stoppen. Wer mag schon wertvolle Sekunden oder gar Minuten verlieren auf dem Weg zur Wunschzeit. Erst recht, und das ist die für Läufer noch erfreulichere Nachricht, wenn diesmal die gelaufene Netto-Zeit gewertet wird. „Damit erfüllen wir einen großen Wunsch der Teilnehmer“, sagt der Rennleiter.

Sonntag, selbst leidenschaftlicher Marathoni, weiß um die Blicke ins Ergebnisheft. Weil dort beim Oberelbe-Marathon bisher immer die Teilnehmer mit ihrer Brutto-Zeit aufgelistet worden waren, gab es Kritik und vor allem Gerangel am Start. Denn nicht alle können in der ersten Reihe stehen, die Brutto-Zeitnahme beginnt jedoch mit dem Startschuss. Dagegen wird die Netto-Zeitnahme per in der Startnummer integrierten Transponder erst ausgelöst, wenn der Läufer die Startlinie überquert.

Für Marcel Krieghoff sind das Nebensächlichkeiten. Der Erfurter, Sieger des Rennsteiglaufs im Vorjahr, wird so oder so ganz vorne stehen. Denn er will nicht nur gewinnen, sondern Streckenrekord laufen. Der liegt bei 2:23:38 Minuten. Eine Zeit, die wiederum auch Lokalmatador Marc Schulze, Oberelbe-Marathon-Sieger der vergangenen zwei Jahre, draufhat. Der Zieleinlauf ist diesmal also etwas später, aber womöglich spannender denn je.

Infos und Anmeldung unter: www.oberelbe-marathon.de