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Habel überzeugt von Seenlandbahn

Der Bernsdorfer Bürgermeister geht davon aus, dass es Stopps in Bernsdorf und Wiednitz gibt.

© Jens Trenkler

Von Ralf Grunert

Bernsdorf. Viel Zeit ist nicht mehr, um in Sachsens Landeshauptstadt die Werbetrommeln für einen Besuch des Lausitzer Seenlands per direkter Bahnverbindung zu rühren. Schon Anfang Juli beginnen die sechswöchigen Sommerferien in Sachsen. Und damit sollen auch die Wochenend-Fahrten der Seelandbahn starten. Wie der Bernsdorfer Bürgermeister Harry Habel (CDU) als Seenlandbahn-Mitinitiator informierte, geht er davon aus, dass an den Samstagen und Sonntagen jeweils am Morgen ein Zug in Richtung Lausitzer Seeland rollen und abends jeweils einer zurückrollen wird. Die Fahrtroute führt von Dresden über Kamenz und Bernsdorf nach Senftenberg, wobei in Hosena die Möglichkeit zum Umstieg nach Hoyerswerda bestehen soll. „Ich gehe davon aus, dass zum normalen S-Bahn-Tarif gefahren wird“, so der Bernsdorfer Bürgermeister. „Jetzt muss nur noch ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen den Weg freimachen, dass die Züge in Bernsdorf und möglichst auch in Wiednitz halten können“, so seine Einschränkung. Und das ist auch der verbliebene Knackpunkt, heißt es vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), der die Bahnverbindung bestellen müsste und das auch finanziell bereits eingeplant hat. „Da die Bahnsteige entlang der Strecke entwidmet sind, stehen derzeit noch rechtliche Fragen zur Betriebssicherheit und Haftung im Raum, die geklärt werden müssen“, so die Auskunft von VVO-Pressesprecher Christian Schlemper.

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Den Zugang für Fahrgäste zum Bahnsteig auf dem Bernsdorfer Bahnhof wird die Stadt sicherstellen. Der Stadtrat hat ja erst kürzlich beschlossen, einem Privateigentümer den Bahnhof abzukaufen. Spätestens im Juni soll der Kauf besiegelt sein, so der Bürgermeister auf Nachfrage. (SZ)