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Hacker-Angriffe auf Chip-Fabriken

Nicht nur das Dresdner Rathaus ist Ziel von Computer-Gangstern. Für die Sicherheit wird viel getan.

© Symbolfoto: dpa

Von Andreas Weller

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Mehrere Tausend Versuche im Monat gibt es, ins System der Stadtverwaltung einzudringen. Ziel sind vermutlich sensible Daten von Bürgern. Deshalb sind diese und alle anderen Daten mehrfach geschützt. Bisher ist es noch keinem Hacker gelungen, das Schutzsystem der Stadt zu knacken, sagt IT-Chef Michael Breidung. Dafür gibt das Rathaus auch rund 400 000 Euro im Jahr aus.

Wahrscheinlich sind alle großen Betriebe Ziele von solchen Attacken. Besonders prekär wäre das Eindringen von Hackern bei Dresdens Chip-Riesen. „Auch Infineon ist täglich Ziel von Hackerangriffen – mit wachsender Tendenz“, verrät Sprecher Christoph Schumacher. Er betrachtet diese Entwicklung als eine Folge der zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt. „Infineon unterhält eine eigene Abteilung, die sich mit Informationssicherheit und Datenschutz befasst“, erklärt Schumacher. Dazu gibt es ein zertifiziertes Managementsystem zur Informationssicherheit. „Zum gezielten Schutz des geistigen Eigentums und kritischer Unternehmensinformationen von Infineon und unserer Kunden haben wir mehrschichtige Sicherheitsmaßnahmen installiert, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, und entwickeln diese kontinuierlich weiter.“ Das Unternehmensnetzwerk wird nach außen abgeschirmt, die Übergänge vom Internet ins Unternehmensnetzwerk werden streng durch Angriffserkennungssysteme überwacht. Sensible Daten werden verschlüsselt und es gibt Zugriffskontrollen.

Auch für Globalfoundries ist das Thema akut. „Was uns möglicherweise von anderen unterscheidet: Unsere IT-Sicherheitsstandards sind sehr hoch, unsere Infrastruktur ist stets auf neuesten Stand, unsere IT-Experten sind bestens ausgebildet“, so Sprecher Jens Drews. „Als weltweit tätiges Unternehmen mit Standorten in den USA, Europa und Asien haben wir den Vorteil, dass unsere IT niemals schläft.“