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Hackerangriffe auf Energie kein Horrorszenarium – sondern wahr

Berlin. Eine professionell agierende Hacker-Gruppe hat offenbar auf breiter Front die westliche Energiewirtschaft im Visier. In den vergangenen Monaten hätten die Angreifer bereits Infrastruktur sabotieren können, erklärte die IT-Sicherheitsfirma Symantec.

Berlin. Eine professionell agierende Hacker-Gruppe hat offenbar auf breiter Front die westliche Energiewirtschaft im Visier. In den vergangenen Monaten hätten die Angreifer bereits Infrastruktur sabotieren können, erklärte die IT-Sicherheitsfirma Symantec. Symantec hatte die Attacken aufgedeckt. Die entdeckte Schadsoftware sei neutralisiert worden, die Angreifer könnten aber noch im Besitz wichtiger Passwörter sein, sagte Symantec-Analyst Candid Wüest. Angriffsziele seien Betreiber von Energienetzen und Pipelines, Stromerzeuger und Anbieter von Technik für die Branche gewesen.

Die Hacker-Gruppe, die unter dem Namen „Dragonfly“ (Libelle) bekannt ist, habe ihre Schadsoftware in Systeme der Unternehmen eingeschleust. Damit habe sie nicht nur Informationen sammeln, sondern zum Teil auch die Kontrolle über Technik übernehmen können.

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Die Gruppe arbeite auf professionellem Niveau und scheint in Osteuropa ansässig zu sein: Änderungen an der Schadsoftware seien meist zu Bürozeiten von 9 bis 18 Uhr in der Zeitzone vorgenommen worden, in der auch Moskau liegt.

Den Hackern gelang es, ihren Softwarecode in mehrere Programme zur Steuerung von Industrieanlagen einzuschleusen. Darunter sei zum Beispiel Software gewesen, die in Windkraftanlagen und Biogas-Kraftwerken verwendet werde. Die meisten erfolgreichen Attacken gab es in Spanien mit einem Anteil von 27 Prozent der Fälle, US-Unternehmen liegen dicht dahinter mit 24 Prozent. Auf Deutschland entfielen sieben Prozent der Vorfälle. (dpa)