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Leipzig

Händler dürfen Bücher selbst verkaufen

In Zukunft ist es Verlagen auf der Leipziger Buchmesse erlaubt, selbst ihre Titel zu verkaufen. Direktor Oliver Zille begründet die Entscheidung mit dem Druck auf die Branche. 

Die Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2019. © imago/Christian Spicker

Leipzig. Verlage auf der Leipziger Buchmesse dürfen ab März 2020 ihre Titel eigenständig verkaufen. Das bestätigte Sandro Gärtner von der Leipziger Buchmesse am Donnerstag in Leipzig. 

Bislang konnten die Aussteller ihre Bücher mit wenigen Ausnahmen nur in den Messebuchhandlungen oder über mobile Kassen verkaufen.

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Er gehe davon aus, dass gerade große Verlage den Buchverkauf auf der Messe mit Buchhandlungspartnern organisieren werden, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille dem "Börsenblatt" (Donnerstag). Eine Umsatzbeteiligung der Messe am Buchverkauf werde es wohl auch weiterhin geben, so Zille weiter.

Neben der Freigabe des Buchverkaufes würden auch neue Betreiber bis 2023 für die drei Buchhandlungen auf der Messe gesucht, so Gärtner. Die entsprechenden Ausschreibungen für Messe-, Kinder- sowie Phantastikbuchhandlung sollten am Donnerstag veröffentlicht werden.

"Der Druck auf die Verlage ist immens gestiegen. Wir müssen als Messe dafür sorgen, dass eine bunte und vielfältige Verlagslandschaft weiterhin Bestand hat. In der Summe all dieser Überlegungen haben wir uns dafür entschieden, den Buchverkauf an der Messe neu zu organisieren", begründete Zille die Neuregelungen.