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Händlerprojekt nur noch auf Sparflamme

Dem Vorhaben GR-IN fehlt die finanzielle Unterstützung. Deshalb gibt es in diesem Jahr auch keine neue Broschüre.

Von Matthias Klaus

Nein, aufgeben kommt nicht infrage. GR-IN wird weitergehen, wenn aber auch nicht in dem Maße, wie es sich Frank Reimann vorgestellt hatte, nicht professionell, sondern eher ehrenamtlich. „Uns fehlt es einfach an finanzieller Unterstützung“, sagt der Chef des Unternehmens VTS und Schatzmeister des Vereins Aktionsring.

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Im September vergangenen Jahres war GR-IN gestartet, mit großen Erwartungen. Präsentation der Görlitzer Innenstadthändler auf der Konventa in Löbau beispielsweise, vier Broschüren pro Jahr, mit denen der Aktionsring kreisweit in Haushalten für den Innenstadthandel werben wollte.

Aber den großen Plänen folgte schnell die Ernüchterung. VTS hatte investiert. „Aber der Aktionsring kann nicht kofinanzieren“, schildert Frank Reimann. Dabei war das Vorhaben GR-IN in der Stadt durchaus auf Interesse gestoßen. Der Aktionsring hatte in Fraktionen geworben, es dem Rathaus ans Herz gelegt. Was fehlt ist einfach gesagt Geld. „Eine Förderung des Handels, eines Vereins wie unseren, ist einfach fast nicht möglich“, sagt Frank Reimann. Bis an den Freistaat hatte er entsprechende Anfragen gestellt, ohne ein positives Ergebnis.

Eine Konsequenz: Die zweite Broschüre, in der sich Innenstadthändler aus Görlitz im gesamten Kreis präsentieren, wird es im vierten Quartal dieses Jahres nicht geben. Immerhin 75 000 Exemplare sollten an Haushalte verteilt werden, ein großer Teil im Bereich des früheren Kreises Zittau, fast 10 000 Exemplare im damaligen Niederschlesischen Oberlausitzkreis.

Trotz aller Widrigkeiten: Frank Reimann will eine zweite Broschüre auf die Beine stellen. Sie soll im ersten Quartal des kommenden Jahres erscheinen. „Wir versuchen, wieder Schwung zu nehmen“, sagt er optimistisch. Die steigende Zahl von Mitgliedern im Aktionsring bestärkt ihn.

Der Sommer sei für viele Händler in der Innenstadt ein schwieriger gewesen. Hitze, die Baustelle rund um den Postplatz lockten nicht bei allen Branchen die Kunden an. In dieser Situation dann noch eine zweite Broschüre aufzulegen, sah Frank Reimann als nahezu chancenlos an. Inzwischen möchte er im kommenden Jahr zumindest zwei der Druckprodukte unter die Leute bringen. Unterstützung bekommt der Aktionsring von Studenten der hiesigen Hochschule. „Aber auch die arbeiten selbstverständlich nicht umsonst, müssen bezahlt werden“, so der Schatzmeister.

Der Handel in Görlitz, eine schwierige Gemengelage, sagt Frank Reimann. Er setzt auf die Zusammenarbeit mit der „Grünen Wiese“, mit den großen Märkten am Rande der Stadt. „Wir haben nur gemeinsam eine Chance, den Handel in Görlitz zu stabilisieren“, sagt Frank Reimann. Die Kooperation etwa mit dem Neiße-Park laufe gut. Da gehe es derzeit unter anderem um verkaufsoffene Sonntage.

Die Innenstadt braucht Aktionen, sagt er. Die Weihnachtsmeile wird es beispielsweise in diesem Jahr wieder geben, und neben dem Lichterglanz möchte Frank Reimann am Liebsten noch eine weitere Aktion platzieren. „Alles eben eine Geldfrage“, sagt er.