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Händlerprojekt nur noch auf Sparflamme

Dem Vorhaben GR-IN fehlt die finanzielle Unterstützung. Deshalb gibt es in diesem Jahr auch keine neue Broschüre.

Von Matthias Klaus

Nein, aufgeben kommt nicht infrage. GR-IN wird weitergehen, wenn aber auch nicht in dem Maße, wie es sich Frank Reimann vorgestellt hatte, nicht professionell, sondern eher ehrenamtlich. „Uns fehlt es einfach an finanzieller Unterstützung“, sagt der Chef des Unternehmens VTS und Schatzmeister des Vereins Aktionsring.

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Im September 2017 war GR-IN mit großen Erwartungen gestartet. Aber den großen Plänen folgte schnell die Ernüchterung. VTS hatte investiert. „Aber der Aktionsring kann nicht kofinanzieren“, sagt Reimann. Dabei war das Vorhaben GR-IN in der Stadt durchaus auf Interesse gestoßen. Der Aktionsring hatte in Fraktionen geworben, es dem Rathaus ans Herz gelegt. Was fehlt ist Geld.

Eine Konsequenz: Die zweite Broschüre, in der sich Innenstadthändler aus Görlitz im gesamten Kreis präsentieren, wird es im vierten Quartal nicht geben. Immerhin 75 000 Exemplare sollten an Haushalte verteilt werden, ein großer Teil im Bereich des früheren Kreises Zittau, fast 10 000 Exemplare im damaligen Niederschlesischen Oberlausitzkreis.

Trotz aller Widrigkeiten will Reimann eine zweite Broschüre auf die Beine stellen. Sie soll im ersten Quartal 2019 erscheinen. Der Sommer sei für viele Händler in der Innenstadt ein schwieriger gewesen. Hitze, die Baustelle rund um den Postplatz lockten nicht bei allen Branchen die Kunden an. In dieser Situation eine zweite Broschüre aufzulegen, sah Reimann als nahezu chancenlos an. Inzwischen möchte er 2019 zumindest zwei der Druckprodukte unter die Leute bringen. Unterstützung bekommt der Aktionsring von Studenten der hiesigen Hochschule. Aber auch die müssen bezahlt werden.

Der Handel in Görlitz, eine schwierige Gemengelage. Reimann setzt auf die Zusammenarbeit mit den großen Märkten am Rande der Stadt. „Wir haben nur gemeinsam eine Chance, den Handel in Görlitz zu stabilisieren“, sagt Frank Reimann. Die Kooperation etwa mit dem Neiße-Park laufe gut. Da gehe es derzeit unter anderem um verkaufsoffene Sonntage.