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Haftstrafe nach Drohung mit Messer

Als Polizisten einen Mann zum Haftantritt abholen wollten, wehrte er sich heftig. Nun muss er erneut hinter Gitter.

© dpa

Bautzen. Als Polizisten einen Mann aus Cunewalde im Dezember 2017 zu seiner Haftstrafe abholen wollten, bedrohte der 35-Jährige die Beamten mit einem Steak-Messer. Als sie ihm Fesseln anlegen wollten, wehrte er sich. Einer der Beamten verstauchte sich dabei den Arm. Am Mittwoch musste sich der Mann aus Cunewalde deshalb vor Gericht verantworten – und nun erneut eine Haftstrafe antreten.

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Für ein Jahr muss der Mann, der wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte mit vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt wurde, nun ins Gefängnis. Die Strafe ist nicht zur Bewährung ausgesetzt. Der Mann, der unter Betreuung steht, soll laut Aussage des Gerichts einen verwirrten Eindruck hinterlassen haben. Als letztes Wort sagte er: „Das letzte Wort ist das Licht.“ Zudem sei nicht ganz klar gewesen, ob er die Tat einräumt oder nicht. Die beiden Polizisten bestätigten jedoch den Tatvorwurf. Der Verteidiger des Angeklagten reichte zwar einen Antrag zur Prüfung der Schuldfähigkeit des Mannes ein. Richter Dirk Hertle gab dem jedoch nicht statt, da es dafür aus seiner Sicht keine Anhaltspunkte gebe. Um das zu belegen, zitierte er unter anderem, aus einem Gutachten von 2011. Für die hohe Strafe, entschied sich das Gericht auch deshalb, weil der Mann mehr als ein Dutzend Vorstrafen auf dem Kerbholz hat. Darunter auch die Tat, wegen der er ab Dezember 2017 fünf Monate hinter Gittern verbringen musste. (SZ/the)