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Sport

Olympiastarterin macht Tempo und Laune

Die Atmosphäre beim Frauenlauf in Dresden ist wieder eine besonders entspannte - bestätigt danach Lisa Hahner. Und das sieht man auch.

Mittendrin und mit Spaß dabei: Olympiastarterin Lisa Hahner (Mitte) mischt sich beim Frauenlauf in Dresden unter die Läuferinnen.
Mittendrin und mit Spaß dabei: Olympiastarterin Lisa Hahner (Mitte) mischt sich beim Frauenlauf in Dresden unter die Läuferinnen. © René Nicolai/Laufszene

Erste, Zweite, Dritte – die exakte Platzierung spielt beim Rewe Frauenlauf Dresden tatsächlich nicht die entscheidende Rolle. Wichtiger sind andere Dinge, das ist am Samstagnachmittag immer wieder zu sehen. Insgesamt 2.334 Läuferinnen sind bei besten äußeren Bedingungen rund um das Terrassenufer unterwegs, und das Prozedere spätestens auf den letzten Metern vor dem Ziel doch meist dasselbe. 

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Siegerlächeln, Medaille, Prosecco, und zwar genau in dieser Reihenfolge, dazu eine entspannte, überaus freudbetonte Stimmung – das macht den Frauenlauf aus. Und das bestätigt auch Olympiastarterin Lisa Hahner, die diesmal eine besondere Aufgabe innehat. Als Tempomacherin ist die 29-Jährige am Start, nicht aber an der Spitze.

Mittendrin im Teilnehmerinnenfeld läuft die Neu-Berlinerin und erklärte Dresden-Liebhaberin – mit einer Zielzeit von knapp unter 25 Minuten über 5 Kilometer und unter 50 Minuten im 10-km-Lauf danach. „Das war eine superschöne Erfahrung, und das hat richtig viel Spaß gemacht. Ich habe die Stimmung an der Strecke und unterwegs wirklich genießen können“, sagt Hahner im Ziel, ehe sie einmal mehr mit anderen offenbar ähnlich hochzufriedenen Finisherinnen abklatscht, die dank der Tempohilfe von der prominenten Mitläuferin ihre neue Bestzeit erreicht haben. Zum ersten Mal unter 25 oder 50 Minuten – Schallmauer endlich geknackt.

Zufrieden sind auch die Organisatoren. „Wir freuen uns, dass Lisa nach Dresden gekommen ist und die kleine Herausforderung angenommen hat“, sagt André Egger von der Laufszene Events GmbH,  und er erklärt: „Einen Tempo-Schnitt von fünf Minuten pro Kilometer läuft sie ja eigentlich ganz locker – und musste sich deshalb sicher ein paar Mal bremsen, nicht zu schnell zu werden. Erst recht, wenn das Wettkampffeeling kommt.“

Am Ende habe aber alles gepasst, meint er  – was auch für die Frauen ganz vorne an der Spitze gilt. Amy Fry aus Radebeul zum Beispiel, die über 10 Kilometer mit einer Zeit von 36:30 Minuten mit Abstand die Schnellste ist. Dahinter folgen die Sebnitzerin Karoline Clausnitzer (38:13) und Janine Molnar vom Giant Testcenter Dresden (38:23). Den Hattrick macht Sophie Kretschmer mit ihrem dritten Sieg hintereinander über 5 Kilometer perfekt. Mit 18:54 Minuten läuft die junge Frau aus Aschersleben fast exakt die gleiche Zeit wie im Vorjahr. (SZ/-yer)