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Halbzeit auf der B6-Baustelle

Anderthalb Jahre lang war eine Spur der Straße am Stadtrand gesperrt. Viele Pendler nutzen die Strecke. Für die wäre es beinahe schlimmer gekommen.

© Christian Juppe

Von Annechristin Bonß

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Anderthalb Jahre haben die Pendler auf der B6 im Dresdner Westen schon geschafft. So lange regelt eine Ampel den Verkehr am Stadtrand in Cossebaude. An der Baustelle am Stausee können Autos, Busse und Lkw seit Sommer 2016 jeweils nur auf einer Spur fahren. Schnelles Durchkommen ist nicht mehr möglich, auch wenn die Ampelphasen auf die unterschiedlich starken Verkehrsströme in den Morgen- und Nachmittagsstunden abgestimmt sind.

Nun stehen noch einmal über anderthalb Jahre auf dem Programm der Bauleute. Die sollen den Asphalt der stark genutzte Bundesstraße reparieren. Täglich fahren bis zu 20 000 Fahrzeuge durch Cossebaude. Bisher wurde bereits eine neue Brücke über die Bahnschienen gebaut. Die neue Rampe führt auf die jetzige B6. Auch ist bereits der Anschluss für die geplante neue Bundesstraße vorgesehen. Deren Bau wird derzeit vorbereitet. Noch bis März hinein entfernen die Arbeiter die Rohre, die das Wasser des Lotzebaches von der Brückenbaustelle fernhielten. Auch am Geländer und dem Abwasserkanal stehen noch Restarbeiten auf dem Programm. Bisher hat das Land 4,5 Millionen Euro investiert.

Gebaut wurde hauptsächlich bei halbseitiger Sperrung. An einigen Wochenenden musste die Strecke aber auch voll gesperrt werden.

Das hätte den Pendlern und Anwohnern eigentlich auch für die zweite Bauphase gedroht. So zumindest hatten es sich die Planer 2016 vorgestellt. Für den Ausbau der Fahrbahnen und den Neubau einer 350 Meter langen Stützmauer benötigen die Arbeiter viel Platz, so das Argument für die Vollsperrung. Die hätte jedoch für Autofahrer und die öffentlichen Verkehrsanbieter erhebliche Schwierigkeiten gebracht. Die Dresdner Verwaltung und die Ortschaft Cossebaude hatten sich deshalb dagegen ausgesprochen.

Nun hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr noch einmal umgeplant. Bis September 2019 soll gebaut werden. „Bis dahin wird die bisherige Verkehrsführung beibehalten“, teilt Sprecherin Isabel Siebert mit. Der Verkehr rollt auch weiterhin halbseitig an der Baustelle vorbei. Im Februar werden Bäume entlang der Sanierungsstrecke gefällt. Danach soll der Straßenbau beginnen. Dafür investiert das Land noch einmal zwei Millionen Euro.