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Weißwasser

Hallo? Ist da noch irgendwer?

Im Rathaus Weißwasser hatte SZ-Redakteurin Sabine Larbig ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

Zu dumm, wenn keiner mehr da ist, um die Türen aus dem Innenhof zu öffnen. Unsere Redakteurin hatte Glück im Unglück und nahm es mit Humor.
Zu dumm, wenn keiner mehr da ist, um die Türen aus dem Innenhof zu öffnen. Unsere Redakteurin hatte Glück im Unglück und nahm es mit Humor. © dpa-tmn

Weißwasser. Wie Sie sich denken können, liebe Leser, haben Journalisten keine feste Feierabend-Zeit. Immerhin passieren am späten Nachmittag, an Wochenenden oder am Abend viele interessante Dinge. Außerdem ist nicht jeder Gesprächspartner am Vormittag erreichbar.

Und so hatte ich neulich einen Termin im Rathaus Weißwasser, der sich über die Öffnungs- und Dienstzeit der Verwaltung zog. Im Prinzip kein Problem. Zum einen war ich offiziell angemeldet. Zum anderen hatte mein Gesprächspartner einen Schlüssel für das Gebäude. Dumm nur, wenn man – wie ich – einen anderen Weg als dieser nimmt, sich in den Gängen und Treppenhäusern verirrt und letztlich eine Seitentür nutzt, die hinter einem zuschlägt, bevor man mitbekommen hat, dass der vermeintliche Ausgang eine „Sackgasse“ ist.

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Und so stand ich, was mir ehrlich gesagt schon sehr peinlich war, plötzlich im Rathaus-Innenhof ohne jede Chance, ihn verlassen zu können. Denn alle Gebäude- und Hoftüren waren logischerweise verschlossen, weil längst Dienstende war. Mein erster Gedanke war: Da kletterst Du eben über das Tor! Gedacht, getan. Doch ich hatte nicht mit aufmerksamen Anwohnern gerechnet, die mich beobachteten und in mir eine Person vermuteten, die nichts Gutes im Schilde führte. Dass sie mir mit Polizei drohten, trotz meiner Erklärungsversuche, konnte ich verstehen.

Der Pressesprecher hat seinen Spaß

„Was nun?“, fragte ich mich. Also Handy raus und eingespeicherte Nummern durchsuchen in der Hoffnung, dass jemand dabei ist, der mich aus dem Rathaus-Hof „befreien“ kann. Letztlich hatte ich Glück beim Pressesprecher. Denn er ging ans Handy, war aber schon zu Hause in Niesky und lachte sich außerdem schlapp, als ich ihm mein Dilemma erklärte. Aber er organisierte mir in kürzester Zeit einen Helfer in der Not.

Hätte man mich gefilmt und das Ganze in sozialen Netzwerken verteilt, wäre ich wohl zum „Dummkopf der Nation“ geworden. Glücklicherweise blieb mir das erspart.

Doch durch meinen Faupax habe ich drei entscheidende Dinge gelernt. Erstens: Gehe nicht allein durch fremde Gebäude! Zweitens: Das Schließsystem und die Kommunikationswege funktionieren in der Stadtverwaltung Weißwasser! Drittens; Die Bürger der Stadt sind wachsam! Bliebe noch zu sagen: Vielen Dank für meine „Rettung“, liebe Verwaltungsmitarbeiter. Sowas passiert mir nie wieder!

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