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Sport

So plant der Handball den Corona-Neustart

Die beiden Bundesligen beginnen am 1. Oktober mit der neuen Saison und hoffen auf Zuschauer in den Arenen. Doch es bleibt eine große Unsicherheit.

Die Krise hat den Handball immer noch fest im Griff.
Die Krise hat den Handball immer noch fest im Griff. © dpa/Marijan Murat

Von Nils Bastek

Leipzig. Die Handball-Bundesliga hat nach wochenlangem Stillstand ein Signal des Aufbruchs gesendet und ihren Klubs eine erste Perspektive für den Neustart aufgezeigt. Die nächste Saison beginnt am 1. Oktober, und zwar auch möglichst wieder vor Publikum, gab die HBL nach einer Telefonkonferenz mit Vereinsvertretern am Mittwoch bekannt. Mit dem Termin Anfang Oktober haben die Erst- und Zweitligisten, beispielsweise der HC Elbflorenz Dresden, immerhin schon mal die langersehnte Perspektive für ihre Planungen, mehr aber auch nicht. Die konkreten Spieltermine veröffentlicht die HBL bis Ende Juli. Falls es tatsächlich beim 1. Oktober bleibt, fangen die meisten Mannschaften spätestens im August wieder mit dem Team-Training an. Am 30. Juni 2021 endet die nächste Spielzeit.

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Geschäftsführer Karsten Günther vom SC DHfK Leipzig begrüßt den Saisonstart der Handball-Bundesliga im Oktober. „Das gibt uns nun auch ein klares Ziel, auf das wir sowohl sportlich wie auch organisatorisch mit unseren Spielern, Mitarbeitern und Partnern hinarbeiten können“, sagte er. Zugleich lobte Günther die Entscheidung, die „die Belange aller Mannschaften und dadurch den Erhalt der HBL als stärkste Liga der Welt“ berücksichtigt.

Dachverband arbeitet am Hygiene-Konzept

Nach der Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie wird es der ungewöhnlichste Neustart in der 55-jährigen Geschichte der Handball-Bundesliga. Eine große Unsicherheit bleibt. Auf lange Sicht überleben die extrem auf Zuschauer- und Sponsoren-Einnahmen angewiesenen Bundesligisten die Corona-Krise nur, wenn sie so schnell wie möglich zumindest wieder vor einem Teil-Publikum spielen können. Ob das schon ab Oktober gelingt, kann derzeit keiner beantworten. Die HBL arbeitet momentan an einem entsprechenden Hygiene-Konzept, damit die Fans zeitnah wieder in die Arenen dürfen. Sie stellt es in den nächsten Wochen fertig. Die Idee dahinter ist, dass ein Teil der Zuschauer unter Einhaltung der Abstands-Regeln in die Hallen kann. Außerdem gibt es personalisierte Eintrittskarten. Dadurch lassen die Besucher sich im Fall auftretender Corona-Infektionen zügig kontaktieren.

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