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Deutschland Fünfter, Spanien holt Titel

Mit einem Sieg gegen Portugal verabschieden sich die Handballer aus dem Turnier. Das nächste wartet schon: die Olympia-Quali.

Abschluss mit Applaus. Die deutschen Torhüter Andreas Wolff (links) und Johannes Bitter freuen sich über den Sieg ihres Teams.
Abschluss mit Applaus. Die deutschen Torhüter Andreas Wolff (links) und Johannes Bitter freuen sich über den Sieg ihres Teams. © dpa

Bundestrainer Christian Prokop zeigte schon Sekunden vor Schluss die Siegerfaust, seine Schützlinge bildeten kurz darauf erleichtert einen Jubelkreis. Mit einem 29:27 (14:13) gegen Portugal haben die deutschen Handballer den ersten Härtetest für die Olympia-Qualifikation bestanden und die EM mit Platz fünf zu einem versöhnlichen Abschluss gebracht. Die DHB-Auswahl gewann am Samstag vor rund 6.000 Zuschauern in Stockholm das bedeutungslose Platzierungsspiel gegen Portugal mit 29:27 (14:13).

"Es ist immer besser mit einem Sieg aus einem Turnier rauszugehen als mit einer Niederlage. Wir haben viel investiert und das hat das Team über weite Strecken gut gelöst. Wir haben uns das Leben mit zu leichten Fehlern und Fehlwürfen aber etwas schwer gemacht" sagte Bundestrainer Christian Prokop.

Die gesunde Drittelstunde

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Nach dem Ausfall von Patrick Wiencek, der wegen einer Knieverletzung schon zum Abschluss der Hauptrunde gegen Tschechien ausgefallen war, musste die DHB-Auswahl kurzfristig auf zwei weitere Stammspieler verzichten. Der von einer Virusinfektion geschwächte Kapitän Uwe Gensheimer saß fast die gesamte Spielzeit auf der Bank, und Abwehrstratege Hendrik Pekeler konnte wegen seiner Achillessehnenprobleme gar nicht mitwirken.

Im April geht es in Berlin um das Olympia-Ticket

Wie schon in den Spielen zuvor unterliefen der DHB-Auswahl immer wieder zu viele Fehler. So konnte sich der WM-Vierte in der ersten Hälfte nie auf mehr als zwei Tore absetzen, geriet bis zur Pause aber auch nie in Rückstand. Zwar lief nicht alles rund, doch Moral und Einsatz stimmten. "Ihr spielt super mit Geduld", lobte Prokop in einer Auszeit. 

Auch nach dem Wechsel erwischte die deutsche Mannschaft den besseren Start und zog nach einem Wurf von Wolff ins leere Portugal-Tor zum 18:15 erstmals auf drei Tore davon. Die Portugiesen, die in der Vorrunde immerhin den WM-Dritten Frankreich ausgeschaltet und in der Hauptrunde Gastgeber Schweden düpiert hatten, ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und gingen sogar selbst 24:23 in Führung.

Vor allem Rückraumspieler Julius Kühn sorgte in dieser Phase immer wieder für ein offensives Gegengewicht. Zudem parierte der nun zwischen die Pfosten gerückte Johannes Bitter einen Siebenmeter und weitere freie Würfe der Portugiesen. Das reichte für einen versöhnlichen Abschluss.

Jetzt geht der Blick auf das Olympia-Qualifikationsturnier im April in Berlin, wo zwei Tickets für Tokio vergeben werden. Neben viel Positivem machte Prokop bei der EM auch Defizite aus, "wo wir die nächsten zweieinhalb Monate ansetzen müssen. Das Quali-Turnier wird ein ganz schönes Brett und da wollen wir gut gewappnet sein", sagte Prokop. 

Spanien gewinnt Abwehrschlacht gegen Kroatien

Im Finale haben Spaniens „Golden Oldies“ am Sonntag ihren Siegeszug mit der erfolgreichen Titelverteidigung gekrönt. Gestützt auf ihren großartigen Torhüter Rodrigo Perez de Vargas gewann die älteste Turniermannschaft die finale Abwehrschlacht gegen Kroatien vor fast 18.000 Zuschauern im Hexenkessel der Stockholmer Arena mit 22:20 (12:11) und kann sich mit der Olympia-Qualifikation in der Tasche in Ruhe auf ihr letztes großes gemeinsames Ziel Tokio vorbereiten. Am Samstag hatte Norwegen das Spiel um Platz drei gegen Slowenien mit 28:20 gewonnen. (dpa, sid)