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Pirna

Handwerk freut sich über Zulauf

Die Zahl neuer Lehrverträge stieg im Vorjahr im Landkreis um sieben Prozent. Ein Beruf ist besonders beliebt.

Grund zum Feiern besteht in der Baubranche zwar noch nicht, doch die Zahl derer, die eine Lehre im Handwerk aufnehmen, steigt.
Grund zum Feiern besteht in der Baubranche zwar noch nicht, doch die Zahl derer, die eine Lehre im Handwerk aufnehmen, steigt. © Daniel Schäfer

Die Handwerksbetriebe im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge finden wieder mehr Auszubildende. 348 junge Menschen haben im vergangenen Jahr eine Lehre im Handwerk in der Region angefangen, teilt die Handwerkskammer Dresden mit. Das waren 23 Frauen und Männer mehr als im Vorjahr und entspricht einer Steigerung um sieben Prozent.

Allerdings sind Handwerksberufe weiterhin männlich geprägt. 63 Frauen und 285 Männer hatten 2019 einen Ausbildungsvertrag bei einem Handwerksbetrieb im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unterschrieben.

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Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge folgt damit dem allgemeinen Aufschwung im gesamten Kammerbezirk, zu dem auch die Landkreise Meißen, Bautzen, Görlitz sowie die Landeshauptstadt Dresden gehören. Insgesamt lag die Steigerung aber nur bei rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

"Trotz dieser erfreulichen Entwicklung, sind auch im vergangenen Jahr Ausbildungsstellen unbesetzt geblieben", betont Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. Insbesondere die demografische Entwicklung und die erhöhte Neigung der Jugendlichen, direkt nach dem Abitur ein Studium zu beginnen, seien für die Unternehmen eine Herausforderung, erklärt Brzezinski.

Beliebtester Ausbildungsberuf im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist - wie schon in den Vorjahren - der des Kraftfahrzeug-Mechatronikers, gefolgt von Tischler, Elektroniker sowie des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik.

Bei der Arbeitsagentur Pirna kann man den allgemeinen Zuwachs an Lehrlingen aber nicht bestätigen. Neben dem Handwerk werden dort auch Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe betrachtet. Laut Arbeitsagentur ging die Zahl der betrieblichen Berufsausbildungsstellen (1.078) im Landkreis 2019 um 4,5 Prozent zurück, die der Bewerber (1.304) sogar um 4,7 Prozent.

Hier muss allerdings erwähnt werden, dass nicht mehr alle Abschlüsse von Lehrverträgen bei der Arbeitsagentur registriert werden. "Manche Betriebe sind inzwischen selbst so aktiv, dass sie etwa direkt nach erfolgreichen Praktika zukünftige Lehrlinge an sich binden, ohne dass wir davon Kenntnis erlangen", sagt Agenturchefin Gerlinde Hildebrand.

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