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Handwerker in Sachsen optimistischer als im Vorjahr

Wegen des milden Winters hatten vor allem die Baufirmen in den vergangenen Monaten zu tun. Auch allgemein ist die Stimmung gut. Einige Themen dagegen bereiten den Handwerkern Sorge.

Dresden. Sachsens Handwerker haben von einem milden Winter und dem anhaltenden Konjunkturaufschwung profitiert. In der am Montag veröffentlichten Frühjahrsumfrage bewerteten 88 Prozent der befragten Firmen ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. (2013: 80 Prozent).

„Die Stimmung ist gut, das Handwerk zeigt sich in Bestform“, sagte Andreas Baumann vom Vorstand des Sächsischen Handwerkstages. Vor allem Bauunternehmen und Ausbaubetriebe wie Elektrotechniker, Installateure oder Tischler hätten gut zu tun und stützten das Bild einer „boomenden Konjunktur“.

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Auch für die kommenden Monate geben sich mehr Betriebe optimistischer als im Jahr zuvor: Rechneten im Frühjahr 2013 noch 44 Prozent mit guten Geschäften, sind es in diesem Jahr 54 Prozent. An der Umfrage beteiligten sich 2550 Firmen.

Sächsisches Handwerk zählt 350.000 Beschäftigte

Trotz der positiven Stimmung gibt es aber auch Sorgen in der Branche. Der Handwerkstag führte etwa den Mindestlohn und die Rente mit 63 an. „Das beschert uns Ausfälle von Fachkräften, mit denen wir nicht gerechnet haben“, erklärte Baumann. Auch die vor zehn Jahren erfolgte Reform des Handwerksrechts habe Spuren hinterlassen.

2004 wurde die Zahl der meisterpflichtigen Berufe von 94 auf 41 reduziert. Seitdem sei zwar die Zahl der Betriebe im Freistaat auf rund 59.700 angewachsen - darunter vor allem aber Ein-Mann-Betriebe sowie zulassungsfreie Handwerke.

Laut Handwerkstag fehlen dem Gros der Firmen ohne Meisterbrief das Fachwissen sowie die Berechtigung, um Nachwuchs auszubilden. Zu den zulassungsfreien Gewerken zählten unter anderem Fliesen- und Plattenleger, Raumausstatter und Fotografen. Im sächsischen Handwerk sind rund 350.000 Menschen beschäftigt. (dpa)