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Weihnachten

Handwerker und Gaukler

Im Stallhof des Dresdner Schlosses wird das Mittelalter lebendig – und sogar noch über die Feiertage hinaus.

Die Mittelalter-Weihnacht im Stallhof ist bis zum 6. Januar geöffnet. © Foto: PR

Musik und Gaukelei, alte Handwerkskünste und deftige Gaumenfreuden: Im Stallhof des Dresdner Schlosses wird wieder die Mittelalter-Weihnacht zelebriert. „Bis zum 6. Januar öffnen mehr als 50 Stände ihre Luken“, sagt Kristin Georg, Pressesprecherin des Veranstalters, „und an den Wochenenden erleben die Besucher ein abwechslungsreiches Mittelalter-Programm.“ Zu den Höhepunkten gehören die Auftritte von „Corvus Corax“, in der Szene auch als „Könige der Spielleute bekannt.

Holzpantinen und Mulden

Neu auf dem Markt, so Kristin Georg weiter, ist der Stand des Tischlermeisters Frank Bareinz aus Calau am Südrand des Spreewalds. „Er hat sich der Fertigung von Holzpantinen verschrieben und gehört damit zu den letzten Herstellern dieser Schuhe in Deutschland.“ Vor gut einem Jahr habe er sich in Nordrhein-Westfalen einen Lehrmeister gesucht und von ihm auch die 80 Jahre alten Maschinen geerbt.

Ebenfalls aus dem Spreewald kommt Karl Dobberschütz, der im Sommer ein mobiles Sägewerk betreibt und im Winter dem seltenen Gewerk des Muldenbauers frönt. „Mulden sind längliche Tröge aus dickem Holz“, erklärt er. „Weil die meisten heute industriell produziert werden, ist das Handwerk fast ausgestorben.“ Doch manche Bäcker, Fleischer oder Liebhaber schätzten Sondergrößen, die es nicht „von der Stange“ gibt.

Eine inzwischen schon fast traditionelle Besonderheit des Mittelalter-Marktes sind seine Öffnungszeiten in den sogenannten Rauhnächten bis zum 6. Januar. An diesen Tagen sowie an allen Wochenenden wird ein Eintritt von vier Euro für Erwachsene und zwei für Kinder erhoben. (bh)

Öffnungszeiten und weitere Informationen:

bis 23.12., vom 27. bis 30. 12. und vom 2. bis 6. 1. täglich von 11 bis 21.30 Uhr

www.mittelalter-weihnacht.de