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Politik

"Handwerkermaut" vorerst abgewendet

Die EU-Kommission hat sich gegen eine Lkw-Maut für kleinere Transporter entschieden. Laut Scheuer ist das Thema aber nicht vom Tisch.

In Deutschland wird diskutiert, die Autobahnmaut auf Fernbusse auszuweiten. Kleine Transporter sollen vorerst verschont bleiben.
In Deutschland wird diskutiert, die Autobahnmaut auf Fernbusse auszuweiten. Kleine Transporter sollen vorerst verschont bleiben. © Bernd Weißbrod/dpa

Brüssel. Eine europaweite Lkw-Maut bereits für kleinere Transporter ab 3,5 Tonnen ist nach Angaben von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorerst abgewendet. In Verhandlungen mit seinen Amtskollegen im EU-Verkehrsministerrat sei eine Sperrminorität gegen Pläne der EU-Kommission für eine solche "Handwerkermaut" erreicht worden, sagte der CSU-Politiker am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. In Deutschland ist die Lkw-Maut ab 7,5 Tonnen fällig.

Scheuer sagte, Handwerker könnten kurz aufatmen. Das Thema dürfte von der EU-Kommission aber voraussichtlich erneut aufgegriffen werden. Er betonte, mögliche Änderungen bei der Lkw-Maut seien aus seiner Sicht eine Sache in nationaler Zuständigkeit.

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Über eine Ausweitung der Lkw-Maut wird auch in Deutschland diskutiert - etwa auf Fernbusse. Eine "Handwerkermaut" für kleinere Transporter hatten Union und SPD bereits mehrfach abgelehnt. Die Lkw-Maut bringt dem Bund jährlich rund sieben Milliarden Euro ein. (dpa)

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