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Hangrutsch in Porschdorf provisorisch gesichert

Der grundhafte Ausbau der Ortsdurchfahrt ist in Planung. Der Baubeginn aber völlig offen.

© M. Förster

Von Gunnar Klehm

Bad Schandau. Der Gehweg an der Hauptstraße in Porschdorf ist auf einem Teil abgesperrt. Hinter dem rot-weißen Flatterband kippt das verbeulte Geländer den Hang hinab. Der halbe Gehweg ist abgebrochen. Ein Stück der Böschung zum Dorfbach hat nachgegeben. So dramatisch, wie es aussieht, ist die Lage aber offenbar nicht. Verkehrseinschränkungen für Fahrzeuge drohten nicht. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wurde wegen des Schadens nicht einbezogen. „Weder der Landkreis als Unterhaltungspflichtiger der Straße noch die Stadt Bad Schandau als Träger der Bau- und Unterhaltungslast des Gehweges sind mit der Bitte um Unterstützung an uns herangetreten“, erklärt Lasuv-Sprecherin Isabell Siebert. Deshalb habe es vom Lasuv keine Begutachtung des Schadens gegeben.

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Den Hangrutsch hat die Stadt provisorisch sichern lassen. Eine grundhafte Instandsetzung wird es aber erst mit dem geplanten grundhaften Ausbau der Hauptstraße in Porschdorf – also der Staatsstraße S 163 – geben. Grundsätzlich plant das Lasuv dann auch den Anbau von Gehwegen und die barrierefreie Herstellung der Bereiche an den Bushaltestellen.

Wann der Bau beginnt, ist aber völlig unklar. Wie es aus dem Lasuv heißt, ist jetzt die Voruntersuchung mit der Erarbeitung und vergleichenden Gegenüberstellung von mehreren Varianten abgeschlossen, „die weiter zu verfolgende Variante ist festgelegt.“ Dazu wird jetzt ein Vorentwurf aufgestellt. Der muss genehmigt und Baurecht erteilt werden. „Eine genaue Aussage zum Baubeginn ist deshalb heute noch nicht möglich“, erklärt Isabell Siebert.

Zum Ausbau der Ortsdurchfahrt gehört in dem Bereich, in dem jetzt der Hang nachgegeben hat, auch der Neubau eines Gehweges im Auftrag der Stadt. Zur Verbesserung der Standsicherheit muss auf rund 50 Metern Länge eine neue Böschung aufgebaut werden. Das würde auch angrenzende private Grundstücke betreffen. Deren Eigentümer müssten dafür gewonnen werden. Sofern dies nicht möglich sein sollte, prüfen die Planer alternativ auch die Errichtung eines etwa 80 Zentimeter hohen Stützbauwerkes, heißt es aus dem Lasuv.