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Dresden

Harleyfahrer rüsten zum großen Treffen

Die Ruhe in der Rinne ist von kurzer Dauer. Nach glänzenden Amischlitten erobern nun Tausende Biker das Festgelände.

Die Veranstalter der Harley Days, Matteo Böhme (l.) und Mathias Lindner, freuen sich mit Kathrin Melde von Harley Davidson auf das große Bikertreffen. © Christian Juppe

Kaum ist der eine Sound verklungen, vibriert die Luft schon von den nächsten Motoren. Die US-Cars, die am Wochenende in der Rinne glänzten, sind gerade davongefahren, da rollen Motorräder an. Nicht irgendwelche, sondern die von Harley und Davidson, den Gründern der weit über 100 Jahre alten Marke.

„Die Harley Days kommen nach Dresden“, kündigt Mathias Lindner an. Als Veranstalter der US-Car-Convention ist er bereits bekannt, nun hat er ein neues Baby. Das musste sehr schnell groß werden, denn erst im September vergangenen Jahres war die Entscheidung gefallen, dass es hier ein solches Motorradtreffen geben soll. 

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„Eigentlich gestattet das Unternehmen Harley Davidson nur eins pro Land, und in Deutschland ist das Hamburger Festival bereits seit 2003 etabliert“, weiß Lindner. Trotzdem entschied sich der US-amerikanische Motorradhersteller für eine zweite deutsche Ausgabe vom 26. bis zum 28. Juli in Dresden. Die musste nun feuerstuhlartig organisiert werden. Im Dezember war die Tinte unter den Verträgen trocken, nun geht es schon auf die Zielgerade.

Eine komplett eigenständige Veranstaltung verspricht Mathias Lindner, der auch selbst eine Harley fährt. Die Besucher erwarte kein US-Car-Abklatsch. „Bis auf den Zaun und die Toilettenhäuschen steht im Moment nichts mehr in der Rinne.“ Das Festareal im Ostragehege wird vollkommen neu gestaltet. „Die Bühne bekommt einen neuen Platz, und die Biker werden mit ihren Maschinen andere Stellplätze als die US-Cars beziehen. 

„Schon allein, weil man solch schwere Zweiräder nicht einfach auf die Wiese stellen kann.“ Sie würden auf dem weichen Untergrund umfallen. Außerdem wird ein Rundkurs aufgebaut, auf dem die Fahrer sich und ihren ganzen Stolz in Aktion präsentieren können. Auch ein Festzelt ist geplant.

Schließlich verlangt ein solches Treffen mit rund 5 000 Bikern plus Besucher nach Musik und Party. Für das Festwochenende sind deshalb Livebands angekündigt: die Free Bears aus dem Ruhrgebiet mit ihren Liedern von der einsamen Landstraße, die von Heimat erzählen, wo auch immer die zu finden ist. 

Außerdem bringen die Hellabama Honky Tonks ihren speziellen Rockabilly auf die Bühne, und die Starfucker zollen den Rolling Stones ihren Tribut – mit zahlreichen Hits und anderen Songs der Rocklegenden. Sogenannte Harley-Dealer und Teilehändler, Verkäufer von passenden Klamotten und Accessoires werden vor Ort sein, ebenso wie reichlich Anbieter zünftiger Verköstigungen. Zum Beispiel ist ein zwölf Meter langer Smoker geordert.

Den Abschluss der Harley Days bildet am Sonntag die große Biker-Parade durch das ganze Stadtgebiet. Los geht es um 12 Uhr am Festgelände. „Ganz wichtig:“, sagt Mathias Lindner, „Bei den Harley Days sind nicht nur Harleyfahrer willkommen!“

Für das volle Programm hatten er, sein Partner Matteo Böhme und das fünfköpfige Team nur ein halbes Jahr Zeit. Doch als Eventmanager der Brauerei Feldschlößchen und als Planer der US-Car-Convention kann er mit seiner Mannschaft auf Erfahrung bauen. Nicht in seiner Hand liegt indes das Wetter. Doch im Gegensatz zum letzten Wochenende verkünden die Wetterfrösche bisher nur eitel Sonnenschein.

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