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Harry und Meghan ziehen sich zurück

Nach einer mehrwöchigen Auszeit haben der britische Prinz und seine Frau angekündigt, ihre royalen Pflichten teilweise aufzugeben.

Selbst die Queen  soll nichts von Harry und Meghans Plänen gewusst haben.
Selbst die Queen soll nichts von Harry und Meghans Plänen gewusst haben. © dpa

London. Der britische Prinz Harry und Herzogin Meghan müssen für ihre Entscheidung, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückzuziehen, viel Kritik einstecken. Sie gaben am Mittwochabend ihren Entschluss auf ihrem offiziellen Instagram Account bekannt. 

Harry (35) und Meghan (38) hatten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber zuvor nicht alle Royals über ihren Plan unterrichtet. Das soll zu Enttäuschung und Verärgerung in der Firma - wie sich die Königsfamilie selbst nennt - geführt haben.

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Selbst die 93-jährige Queen und ihr ältester Sohn Prinz Charles (71) seien nicht vorab über diesen Schritt informiert worden, berichtete die Zeitung "The Telegraph". Auf Instagram hagelte es viele böse Kommentare, die meist gegen die frühere US-Schauspielerin Meghan gerichtet waren. Die Royal-Expertin und Buchautorin Penny Junor nannte das Vorhaben des Paares "außergewöhnlich und nicht durchdacht".

Der Buckingham-Palast reagierte nur kurz und knapp und sprach von einer Entscheidung "in einem frühen Stadium". Man habe Verständnis für ihren Wunsch, sich zu verändern, "aber dies sind komplizierte Angelegenheiten, die Zeit brauchen, um sie zu bearbeiten".

Harry und Meghan wollen in Zukunft finanziell unabhängig sein. Die beiden planen außerdem, künftig sowohl in Großbritannien als auch in Nordamerika zu leben, heißt es in ihrer Mitteilung. "Nach vielen Monaten des Nachdenkens und der Diskussionen haben wir uns entschieden, in dieser Institution eine neue fortschrittliche Rolle für uns zu finden", schrieben Harry und Meghan. Sie würden daher als Senior-Mitglieder der Royals zurücktreten - gemeint ist damit der innere Zirkel der königlichen Familie mit vielen Verpflichtungen. Das Paar erhofft sich dadurch, genügend Raum für die Familie und seine Wohltätigkeitsarbeit zu finden.

Viel Kritik

Harry und Meghan waren schon in den vergangenen Monaten immer stärker in die Kritik geraten. So war ihnen zum Beispiel vorgeworfen worden, dass sie zu sehr auf ihr Privatleben pochen. Erst kürzlich hatten sie sich eine sechswöchige Auszeit von ihren Verpflichtungen genommen und waren mit Baby Archie nach Kanada gereist. Dort hatte Meghan mehrere Jahre lang als Schauspielerin für die US-Serie "Suits" gearbeitet.

Bei ihrem ersten Termin nach dem langen Ferien am Dienstag in London bedankten sie sich im Canada House bei der kanadischen Hochkommissarin für das Vereinigte Königreich, Janice Charette, für die große Gastfreundschaft des Commonwealth-Landes. In Kanada hatten Harry und Meghan auch das Weihnachtsfest verbracht, gemeinsam mit Meghans Mutter. Das Paar war beim Wandern und Joggen gesehen worden. Normalerweise wird Weihnachten immer im Kreis der Familie auf dem Landsitz der Queen im englischen Sandringham verbracht.

Fans lesen die Tagezeitung "The Sun"  vor dem Buckingham Palace, nachdem bekannt wurde, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan teilweise von ihren royalen Verpflichtungen zurücktreten.
Fans lesen die Tagezeitung "The Sun"  vor dem Buckingham Palace, nachdem bekannt wurde, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan teilweise von ihren royalen Verpflichtungen zurücktreten. © dpa

Zuletzt wurde Harry und Meghan alles mögliche angekreidet - die klimaschädliche Nutzung von Privatjets, die teure Sanierung ihres neuen Wohnsitzes in Windsor und teils auch Meghans Kleidungsstil. Besonders übel wurde ihnen genommen, dass sie bei der Taufe ihres kleinen Sohnes Archie auf ihre Privatsphäre beharrt hatten.

Vor der mehrwöchigen Auszeit von den royalen Verpflichtungen wirkten Harry und Meghan angeschlagen. In einem Interview während einer Afrika-Reise hatte Harry eingeräumt, dass er sich mit seinem Bruder William (37) auseinandergelebt habe. "Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden." Bereits im Frühjahr waren Harry und Meghan aus dem Kensington-Palast in London, auf dessen Grundstück sie mit William und Kate gelebt hatten, ausgezogen. Sie wohnen seither in der Nähe der Queen in Windsor. Harry soll der Lieblingsenkel der Königin sein.

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Künftig wird Harry mit seiner Meghan auch viel Zeit in Nordamerika verbringen. Es gab bereits viele Gerüchte, dass das Paar Großbritannien verlassen könnte. Allerdings tippten viele Royal-Experten auf den falschen Kontinent: Afrika. Sowohl Harry als auch Meghan hegen eine große Liebe für die Länder südlich der Sahara. Unter dem Sternenhimmel dort sollen sie sich näher gekommen sein. (dpa)