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Hartha kürzt Sprechzeiten

Die Verwaltung ist ab März nur noch dienstags und donnerstags erreichbar. Dennoch soll der Service nicht leiden.

© André Braun

Von Frank Korn

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Hartha. Die Stadt Hartha kürzt die Sprechzeiten der allgemeinen Verwaltung. Ab nächsten Monat sollen die Mitarbeiter nur noch dienstags (9 bis 12 und 13 bis 18 Uhr), donnerstags (13 bis 16 Uhr) und freitags (9 bis 12 Uhr) erreichbar sein. Bisher war das auch montags und mittwochs am Vormittag der Fall, doch diese Zeiten sollen gestrichen werden, wie Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) bestätigte.

Allerdings betont Kunze, dass die Öffnungszeiten des Bürgerbüros mit Einwohnermeldeamt und Sozialamt bestehen bleiben. „Die Bürger können sich mit ihren Anliegen ans Bürgerbüro wenden. In dringenden Fällen lassen sich auch Termine außerhalb der Sprechzeiten vereinbaren“, so der Bürgermeister.

Ronald Kunze begründet den Schritt damit, dass die Arbeitsintensität gestiegen sei. Das liege zum einen daran, dass Kollegen aufgrund von Krankheit länger ausfallen. Zum anderen sei auch der bürokratische Aufwand stark gestiegen. „Um die Aufgaben effizient erledigen zu können, sollen die Mitarbeiter möglichst ungestört arbeiten“, so Kunze. Es gebe zum Beispiel Computerprogramme, die nicht einfach mal so unterbrochen werden können. „Das heißt, dann, wenn ein Bürger mit einem Anliegen kommt, und der Mitarbeiter gerade in solch einem Programm arbeitet, muss er es beenden. Da die Speicherung nur bei vollständiger Eingabe möglich ist, muss er dann praktisch wieder von vorn beginnen“, erklärt Kunze.

Die Stadt Hartha orientiere sich auch an den Sprechzeiten anderer Kommunen in der Region. So sei auch in Waldheim die allgemeine Verwaltung nur dienstags und donnerstags erreichbar. Dennoch sieht der Bürgermeister die Verwaltung als Dienstleister für die Bürger. „Die Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes gehen auch schon mal zu den Leuten nach Hause, wenn jemand gebrechlich ist. Das wird auch in Zukunft so sein“, so Kunze. Oder wenn jemand in der Woche auf Montage sei, dann lasse sich auch mal an einem Sonnabend ein Termin vereinbaren.

„Natürlich wird es immer Härtefälle geben“, räumt der Bürgermeister ein. Er wirbt aber auch um Verständnis. „Es ist schwer, im öffentlichen Dienst jemand zu ersetzen“, so Kunze. Wenn Mitarbeiter krankheitsbedingt länger ausfallen, müsse die Arbeit auf die Kollegen verteilt werden.

Im Januar ist die Telefonanlage im Rathaus umgestellt worden. Dazu gab es allerdings im Stadtanzeiger vom Januar eine irreführende Information. Demnach sollte es keine zentrale Einwahl in die Stadtverwaltung Hartha über die Telefonnummer 520 mehr geben und die Kontaktaufnahme nur noch über die Direkteinwahl zu den zuständigen Mitarbeitern erfolgen. Das ist jedoch nicht richtig dargestellt. „Die Möglichkeit durch die Vermittlung über die zentrale Telefonnummer 520 bleibt bestehen“, versichert Bürgermeister Kunze.