merken

Mehr Kompetenz für Elektroantriebe

Pierburg Pump Technology will die Produktion von Elektromotoren erweitert und mehr Komponenten für Elektroantriebe herstellen.

© Dietmar Thomas

Von Sylvia Jentzsch

Anzeige
Alles für Ihr erfolgreiches Event

Centrum Babylon empfängt Firmen und Gruppen aus Sachsen im hochwertigen Event – & Konferenzkomplex

Hartha. Für Pierburg Pump Technology gibt es große Pläne. Die Firma will wachsen – nicht räumlich, aber in der Vielfalt der Sparten. Das teilte der Harthaer Werkleiter Mario Schäfer mit. Bisher wurden zum Beispiel jährlich elf Millionen Pumpen hergestellt. Im nächsten Jahr sollen es 14 Millionen sein und 2020 bereits 18 bis 20 Millionen. Das Werk macht bisher einen Umsatz von 300 Millionen Euro, Tendenz steigend. Mehr als 500 Mitarbeiter sind im Werk beschäftigt. Pierburg Pump Technology ist in der Unternehmensgruppe Rheinmetall Automotive das stärkste Werk in Bezug auf die Mechatronik. Jetzt will sich das Harthaer Werk wieder mehr einem seiner ursprünglichen Produkte widmen. Das sind die Elektromotoren. Die machen bisher acht bis neun Prozent des Umsatzes aus. Der soll auf 15 bis 20 Prozent gesteigert werden. Die Nachfrage dafür sei da, so Schäfer. Allerdings gehen die Motoren nicht an Firmen, sondern werden an andere Werke von Rheimetall Automotive verkauft.

Bei der Steigerung der Produktion von Elektromotoren setzt das Unternehmen auf die Kompetenz seiner jungen und älteren Mitarbeiter. Einige haben bereits im VEB Elektromotorenwerk Hartha gearbeitet und bringen jahrelange Erfahrungen mit. Die Jüngeren haben das modere Know-how. „Das eine sind alte Hasen, und die anderen schauen über den Tellerrand“, so Schäfer. Dass diese Mischung erfolgreich ist, hätten die bisherigen Entwicklungen vor Ort gezeigt. Damit die Vorhaben umgesetzt werden können, sucht das Unternehmen aktuell zehn Maschineneinrichter.

Um alles realisieren zu können, wird das Werk seine Produktpalette bei den Pumpen etwas reduzieren. So verlagert das Unternehmen die Ersatzteilproduktion für ältere Pumpen in ein anderes Werk. „Bei uns wird ständig auf- und abgebaut“, sagte Schäfer. Auch die räumlichen Kapazitäten würde noch für die anstehenden Vorhaben ausreichen. Dazu gehört ebenfalls die Produktion für Komponenten wie die Leiterplatten von Motoren. Dieses Ziel soll bis 2021 umgesetzt werden. „Wir stellen uns diesen Herausforderungen. Das haben wir bisher schon getan und immer geschafft“, so der Werkleiter. Das Harthaer Unternehmen arbeitet an einer ausgewogenen Fertigungstiefe, um damit auch die Qualität der Produkte und die Prozessstabilität zu sichern. „Das zeichnet uns aus“, sagte Schäfer.

Auch im Bereich der Pumpen hat sich einiges getan. Pierburg Pump Technology präsentiert zwei neue Wasserumwälzpumpen (Wup), die jetzt in Serie gehen. Dazu gehört die Wup 4, die am Standort entwickelt worden ist. Sie ist leichter, kleiner und effizienter als ihre Vorgänger und damit auch wettbewerbsfähiger. Zum Einsatz kommt die Wup4 sowohl in Elektro- und Hybridfahrzeugen als auch in Autos mit Verbrennungsmotor. Mit der CWP35, einer elektronischen Kühlmittelpumpe, deckt Pierburg Pump Technologie eine neue Leistungsgröße im mittleren Bereich ab.

Der Trend der Elektromobilität beflügle das Geschäft in Hartha, so der Werkleiter. Denn auch die Kühlmittelpumpen kommen in diesen Fahrzeugen zum Einsatz. „Wir haben schon ein mit unseren Pumpen ausgestattetes Fahrzeug auf der Internationalen Autoausstellung vorgestellt“, so Mario Schäfer.