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Harting bekommt großen Abschied

Der letzte Auftritt auf der internationalen Bühne ist perfekt, bei der Heim-EM in Berlin schließt sich für Robert Harting der Kreis – oder besser: der Diskusring. Der Olympiasieger von 2012 gehört wie...

Der letzte Auftritt auf der internationalen Bühne ist perfekt, bei der Heim-EM in Berlin schließt sich für Robert Harting der Kreis – oder besser: der Diskusring. Der Olympiasieger von 2012 gehört wie erwartet zum 128-köpfigen Rekord-Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und darf neun Jahre nach seinem ersten WM-Gold im Olympiastadion noch mal um eine Medaille kämpfen. „Für mich persönlich ist das total toll. Es ist wie bei einer alten Liebe, der man das nie gestanden hat. Da fragt man sich mit 85, warum habe ich ihr mit 19 nicht gesagt, dass ich sie liebe“, erklärte Harting nach der deutschen Meisterschaft: „Deshalb ist es schön, dass es diesen Abschluss gibt.“ Am vergangenen Wochenende hatte sich der 33-Jährige in einem Diskus-Krimi Platz drei und damit das EM-Ticket gesichert. Nur 20 Zentimeter lag er vor dem Viertplatzierten Martin Wierig, der trotz einer deutlich besseren Saisonbestleistung zuschauen muss.

Vier sächsische Titelverteidiger

Das Wurftrainerteam hatte sich für eine Nominierung der beiden bei der Meisterschaft bestplatzierten, bis dato noch nicht nominierten Athleten ausgesprochen. Der Magdeburger Wierig zeigte Größe. Er werde sein EM-Aus „hinnehmen“, auch wenn er mit seiner Saisonbestleistung die deutsche Nummer zwei und Nummer fünf in der Welt sei. Er betonte: „Besonders dir, lieber Robert Harting, wünsche ich von Herzen einen letzten großen Wettkampf in deinem Wohnzimmer.“

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Insgesamt geht der DLV mit fünf Titelverteidigern in die EM. Dazu gehören aus Sachsen Christina Schwanitz und David Storl (beide Kugelstoßen), die Hürdensprinterin Cindy Roleder sowie der Dreispringer Max Heß. Außerdem starten für sächsische Vereine Franziska Hofmann, Alexander John (beide Hürden), Rebekka Haase, Roy Schmidt (beide Sprint), Marvin Schlegel (400 m), Sebastian Hendel (10 000 m) und Kristin Gierisch (Dreisprung). (sid, SZ)