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Hauptstraße für Wochen gesperrt

Mit mehrjähriger Verzögerung werden die restlichen Häuser in Langebrück ans Abwassernetz angeschlossen.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

So lange vorher wird selten eine Baustelle angekündigt. Bereits 2014 erklärte der Langebrücker Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU), die Hauptstraße im Unterdorf wird 2016 wieder für einige Wochen dichtgemacht. Jetzt steht der genaue Termin fest. „Vom 16. April bis 24. Juli werden die Gebäude in Richtung Ortsausgang ans öffentliche Abwassernetz angeschlossen. Das passiert unter einer Sperrung der Straße“, sagte der Leiter der Verwaltungsstelle Langebrück/Weixdorf, Lutz Biastoch. Bereits 2014 rückten im oberen Teil der Hauptstraße die Bauleute an. Zunächst wurden zwei Kanäle verlegt. Einer unweit des oberen Endes des Dorfteiches, ein weiterer am unteren Ende in der Nähe der Häuser 61 bis 63.

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In einem zweiten Bauabschnitt sollten die Häuser der Hauptstraße 65 bis 83 angeschlossen werden. Dafür war das Jahr 2015 vorgesehen. Doch daraus wurde nichts. Während der Arbeiten hätte die Hauptstraße zeitweilig gesperrt und über Grünberg und Schönborn umgeleitet werden müssen. Doch in Grünberg dauerten die Bauarbeiten an einer Stützmauer länger als geplant. Zeitgleich zwei Straßen in diesem Bereich zu schließen, wäre nicht möglich gewesen. Jetzt ist die Mauer in Grünberg fertig und die Umleitung über Schönborn kann eingerichtet werden.

Anwohner fürchteten Geldbuße

Zur gleichen Zeit, vom 16. April bis 5. Juni, rücken die Bauleute auf der Hauptstraße auch in der Nähe des Ortsausganges Langebrück an. Dort liegt bereits ein rund 300 Meter langes Stück Abwasserdruckleitung in der Erde. Das wurde ebenfalls 2014 vergraben. Der Anschluss vorne und hinten konnte nicht erfolgen, da eine Vollsperrung notwendig gewesen wäre. Auch hier machten die Arbeiten an der Stützmauer in Grünberg einen Strich durch die Rechnung. Jetzt können also auch diese Arbeiten fertiggestellt werden. – Mit dem Aufschub für die Abwasserarbeiten waren bei Anwohnern Befürchtungen aufgetreten, sie müssten eine Geldbuße zahlen, da Ende 2015 die Frist zur Sanierung alter Klärgruben ablief. Etliche Häuser an der Hauptstraße verfügen noch über solche Anlagen. Doch die Stadt versprach, keine Verfahren einzuleiten. „Eigentümer von Häusern an der Hauptstraße im Unterdorf müssen kein Bußgeld bezahlen. Der Zeitverzug ist nicht durch sie verschuldet“, sagte damals Christian Hartmann.

Mit den Bauarbeiten in diesem Jahr auf der Hauptstraße wird jedoch noch nicht das Hauptproblem gelöst. Die Fahrbahn ist in weiten Teilen so zerlöchert, dass nur noch im Schritttempo gefahren werden kann. Die Ortschaft kämpft seit Langem für eine Sanierung. Die Stadt hat bis jetzt nur das Geld für Planungen bereitgestellt: je 100 000 Euro für das vergangene und für dieses Jahr. Ziel ist es, 2017 oder 2018 mit der eigentlichen Sanierung der Straße zu beginnen. Ob das Geld aber im Haushalt 2017/18 eingestellt wird, ist noch offen.

Verbreiterung der Straße nicht möglich

Probleme bereitet der Abschnitt zwischen dem Abzweig Kirchstraße und dem Dorfteich. In diesem Bereich ist die Hauptstraße mitunter so eng, dass kaum zwei Pkw aneinander vorbeikommen, geschweige Bus und Pkw. Durch die an einigen Stellen sehr eng stehenden Häuser ist eine Verbreiterung der Straße nicht möglich. Deshalb prüft das Rathaus derzeit, ob der Durchgangsverkehr teilweise um das Unterdorf herumgeleitet werden könnte. Die Autos sollen von der Kreuzung Liegauer Straße/Ecke Hauptstraße quasi außen herum fahren und die Lessingstraße und die Alte Klotzscher Straße nutzen. Ab Höhe des Dorfteiches soll wieder die Hauptstraße genutzt werden. Der Langebrücker Ortschaftsrat hatte einer offiziellen Prüfung dieser Variante durch das Dresdner Straßen- und Tiefbauamt zugestimmt.