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Hausarrest für Ottendorfer Katzen

Im Landkreis Bautzen werden Wildtiere nach Geflügelpest-Fällen in Moritzburg ganz genau beobachtet. Die erste Gemeinde muss handeln.

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© dpa/dpaweb

Bautzen. Auch in Moritzburg sind jetzt Geflügelpesterreger des Typs H5N8 nachgewiesen worden. Das teilte das Landratsamt Meißen mit. Ein Fakt, der auch im Landkreis Bautzen aufhorchen lässt. Denn auch hier hat das Ganze nun Auswirkungen. Die verendeten Graugänse waren am 9. Januar am Moritzburger Schlossteich gefunden worden. Vom Friedrich-Löffler-Institut kam die Bestätigung, dass die toten Wildvögel mit dem Virus infiziert waren.

Das Veterinäramt des Landkreises Meißen hat deshalb zwei Sperrbezirke mit einem Radius von drei Kilometern um die Fundorte in Radebeul und Moritzburg eingerichtet. Zudem ist ein Beobachtungsgebiet im Umkreis von zehn Kilometern um die Fundorte der infizierten Graugänse gebildet worden. Nach Angaben des zuständigen Tierarztes Dr. Sven Biereder dürfen Geflügel oder andere in Gefangenschaft gehaltene Vögel für die Dauer von 21 Tagen nicht aus den Sperrbezirken und 15 Tage nicht aus dem Beobachtungsgebiet gebracht werden. Das gilt auch für Bruteier.

Das Beobachtungsgebiet der Geflügelpest betrifft auch den Landkreis Bautzen, teilt Pressesprecher Gernot Schweitzer in Bautzen mit. „Nach den Seuchenfeststellungen im Landkreis Meißen reicht das Beobachtungsgebiet bis in Teile der Gemeinden Ottendorf-Okrilla und Laußnitz. In diesem Bereich haben Halter von Hunden und Katzen sicherzustellen, dass diese nicht frei umherlaufen.“ Laußnitz ist nicht als Dorf betroffen, sondern nur eine Fläche westlich des Kieswerkes Ottendorf. Die Fläche zählt noch zum Gemeindegebiet. Die Grenzen der Beobachtungsgebiete und die tierseuchenrechtliche Verfügung sind auf der Internetseite des Kreises veröffentlicht. Nach der Seuchenfeststellung bei Wildvögeln am Pratzschwitzer See im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge war Rossendorf zum Beobachtungsgebiet erklärt worden. Diese wurde jetzt aufgehoben, da kein weiterer Seuchenfall aufgetreten ist. „Ungeachtet dessen besteht weiterhin die Aufstallungspflicht für Geflügel.“ (SZ)