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Hoyerswerda

Hausmannskost, Tag für Tag anders

Noch sind die Gaststätten zu. Neustarts werden ersehnt. Heute vorgestellt: das Allee-Restaurant Hoyerswerda (Uwe Köhler).

Uwe Köhler an seinem Allee-Restaurant mit dem Wochenmenü-Zettel. Der Pylon an der Straße weist ebenso auf den Straßenverkauf hin wie das „Leitsystem“, das den Abholer auf den rechten Pfad zum Speisen-Ausgabeschalter führt.
Uwe Köhler an seinem Allee-Restaurant mit dem Wochenmenü-Zettel. Der Pylon an der Straße weist ebenso auf den Straßenverkauf hin wie das „Leitsystem“, das den Abholer auf den rechten Pfad zum Speisen-Ausgabeschalter führt. © Foto: Uwe Jordan

Hoyerswerda. Bleiben Sie schön negativ“ – was in normalen Zeiten ein etwas verwunderlicher Gruß wäre, ist in Corona-Zeiten das Beste, was man seinen Gästen wünschen kann. Darum las man diesen Satz auf der letztwöchigen Straßenverkaufs-Wochenmenü-Karte von Uwe Köhlers Allee-Restaurant an Hoyerswerdas Bautzener Allee 1 b. Und da es zum Negativ- (also zum Gesund-) Bleiben auch Positives in Form von gutem, preiswertem Essen braucht, bietet Uwe Köhler genau das jetzt „außer Haus“ an.

Also nicht in der Gaststube, sondern im Straßenverkauf. Hausmannskost. Ein Gericht pro Tag. Was es gibt, erfährt man aus besagten Wochen-Menü-Karten, die in zwei Boxen an der geschlossen bleibenden Tür des Restaurants aufs Mitgenommen werden warten, auf dass man von zu Hause aus bestellen kann.

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Heute etwa gibt es Bouletten, Mittwoch Linsen, Donnerstag Grützwurst, Freitag Kochklops. Dann kann man von zu Hause aus ordern (Tel. 03571 921515), am besten drei Tage vorher – aber auch, wer einfach so vorbeikommt, wird kaum hungrig weggeschickt.

Wer Internet hat, hat’s noch bequemer. Auf der Website des Allee-Restaurants befindet sich ein Button „Bestellformular zum Straßenverkauf“, und dort kann man alles vorab erledigen – und dann am gewünschten Tag, von Montag bis Sonntag, zwischen 11 und 12.30 Uhr sein Mittagsmahl abholen. Empfohlen wird das Mitbringen von geeigneten Transportbehältern; es gibt aber auch Einweggeschirr zum Aufpreis von 20 Cent.

Wenn die Gaststube wieder öffnen darf, gibt es auch wieder Raffiniertes, wie die Speisekarte auf Deutsch, Englisch und Japanisch offenbart. Aber jetzt, für den Straßenverkauf, ist das Einfache, Gute, Althergebrachte die Erste Wahl für Köhler – und seine Gäste jeden Alters stimmen ihm da zu, bis hin zum 89-Jährigen, der sich zum Stammkunden entwickelt hat.

Ansonsten hat Köhler die Zeit zum Renovieren genutzt und sein „Gastrogenie“ entwickelt; einen Wagen zum Eindecken, Speisen-Auftragen, Abräumen und Raum-Reinigen. Aber das ist dann schon eine Nach-Corona-Geschichte.www.allee-restaurant.de

Rezept Deftiger Möhren-Eintopf

Möhrenscheiben, Kartoffel- und Zwiebelwürfel sowie gescheibelte, geräucherte Knacker in gutem Fett (Bratcreme mit Buttergeschmack) anschwitzen. Dann mit Gemüsefonds auffüllen, mit Salz und Pfeffer würzen und „geschmeidig“ kochen. Zuletzt mit Liebstöckel („Maggikraut“) nachwürzen.Wer will, kann mit einer extra hergestellten Einbrenne (Mehlschwitze), hergestellt aus Butter und Mehl, die Möhrensuppe noch binden; heißt: noch sämiger machen. Das Ganze mit einer Scheibe Butterbrot servieren.

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