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Riesa

Havarie in Strehla

Grund ist ein verdächtiger Geruch, für den mittlerweile eine Ursache gefunden ist.

Feuerwehren beim Einsatz in Strehla.
Feuerwehren beim Einsatz in Strehla. © Eric Weser

Stadtchef und Feuerwehr erklären die Lage

13.30 Uhr: Strehla Bürgermeister Jörg Jeromin (FWG) erklärt, dass der Behälter, aus dem in dem Landwirtschaftsbetrieb Flüssigkeit übergelaufen und in die Kanalisation gekommen war, nun abgedichtet sei. Beim Überlauf der Flüssigkeit aus dem Behälter in die Kanalisation sei es vermutlich zu einer chemischen Reaktion gekommen, bei der das Gas entstanden sei, das letztlich am Vormittag in der Stadt zu riechen war und das zu dem Großeinsatz geführt hatte. Um welches Gas es sich handelte, könne er nicht sagen, so Jeromin. Laut Einsatzkräften wurden Schwefelwasserstoff-Konzentrationen gemessen. 

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Wie Jörg Jeromin weiter erklärte, war die Oberschule in die Turnhalle evakuiert worden, weil in der Schule eine hohe Konzentration des Gases gemessen worden war. In der Turnhalle seien die Messwerte hingegen niedriger gewesen. Der meisten Schüler seien inzwischen abgeholt worden; für Schüler aus Belgern und Cavertitz seien extra Busse zur Abholung bestellt worden. Zwei Kinder seien am Donnerstag vor Ort ohnmächtig geworden, informierte der Stadtchef weiter. Ein Kind sei vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht worden. Eltern, deren Kinder aus der Oberschule über anhaltende Übelkeit oder Kopfschmerzen klagen, rät der Stadtchef, den Arzt aufzusuchen. Grund zur Panik gebe es jedoch nicht, so Jeromin. Derzeit läuft in Strehla die Ursachenforschung. 

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Von einem Agrarbetrieb aus hatte sich Gas über die Kanalisation in der Stadt verteilt und für einen Großeinsatz gesorgt. Das soll sich nicht wiederholen.

Quelle für den Geruch wahrscheinlich gefunden/B 182 ist wieder offen

12.15 Uhr: Die Quelle der verdächtigen Gerüche in Strehla liegt offenbar an der Sahlassaner Straße. Zumindest sind dort mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schutzausrüstung zugange, außerdem die Strehlaer Bauamtsleiterin und die Technische Leiterin des Abwasserzweckverbands. In der Nähe befindet sich das Strehlaer Kinderheim und die Staatsstraße Richtung Liebschützberg. Auch die Oberschule liegt nur gut 150 Meter entfernt. Am Vormittag war entschieden worden, die Einrichtung vorsorglich zu evakuieren. Mittlerweile ist das Areal weiträumig abgesperrt. (SZ/ewe)

Oberschule wird evakuiert

11.45 Uhr: In Strehla wird momentan vorsorglich die Oberschule evakuiert. Die Stadt bittet Eltern, nach Möglichkeit ihre Kinder abzuholen. Wo das nicht möglich ist, werden die Schüler in der Turnhalle untergebracht. Ursache dafür ist ein Feuerwehr-Großeinsatz, der durch verdächtige Gerüche in der Stadt ausgelöst wurde. Wie Kreisbrandmeister und Strehlas Bürgermeister mitteilen, bestehe allerdings keine Gefahr für Leib und Leben. Auch eine Explosionsgefahr sei nicht gegeben. Mittlerweile habe man die Quelle der verdächtigen Gerüche lokalisiert: Es handele sich um ein unterirdisches Rückhaltebecken eines landwirtschaftlichen Betriebs. Wo das liegt, wollte die Stadt allerdings nicht mitteilen. Derzeit versuche man, den Bau abzudichten.

In Strehla sind dafür Fachkräfte des Abwasserverbands vor Ort, außerdem zahlreiche Rettungskräfte. So unter anderem Feuerwehren aus Riesa, Glaubitz, Stauchitz, Meißen und Lommatzsch, darunter speziell für den Umgang mit gefährlichen Stoffen ausgerüstete Kräfte. Die Polizei hat die B 182 Richtung Torgau schon am Markt sperren lassen. (SZ/ewe)

Strehla: B 182 durch Strehla voll gesperrt

11.20 Uhr: Wegen eines Feuerwehreinsatzes ist die B 182 durch Strehla derzeit voll gesperrt. Die Polizei hat am Markt, Ecke Rathaus, die Bundesstraße Richtung Torgau dicht gemacht und leitet den Verkehr nach links um, Richtung Oschatzer Straße. Zuvor war in Strehla ein verdächtiger Geruch festgestellt worden, der aus der Kanalisation oder dem Gasnetz stammen könnte. Die SZ ist vor Ort und berichtet weiter. (SZ/ewe)

Havarie in Strehla?

10.55 Uhr: In Strehla hat es offenbar eine Havarie gegeben. Die Stadtverwaltung bittet die Bürger im Stadtgebiet darum, alle Türen und Fenster geschlossen zu halten. Zuvor waren Gerüche aus Abwasser- und Gasnetz festgestellt worden, teilt die Freie Wählergemeinschaft Strehla auf ihrer Facebook-Präsenz mit. Nach SZ-Informationen ist nicht nur die Strehlaer Wehr im Einsatz. Auch mehrere Feuerwehren aus Riesa wurden alarmiert. Zudem der ABC-Erkundungszug des Landkreises aus Glaubitz sowie die in Riesa-Weida stationierte Gefahrgut-Spezialtechnik. (SZ)