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Heidenau: Baustelle "Neue Mitte" verwaist

Eine Berliner Baufirma muss das Gelände unfreiwillig verlassen. Ein Nachfolger steht fest. Doch die Berliner wollen nicht aufgeben.

Es ging gut los, dann passierte mal nichts, dann drehte sich mal wieder ein Bagger: Nun wechselt die Baufirma in Heidenaus Neuer Mitte.
Es ging gut los, dann passierte mal nichts, dann drehte sich mal wieder ein Bagger: Nun wechselt die Baufirma in Heidenaus Neuer Mitte. © Norbert Millauer

Die Berliner CEC Baufirma will sich nun doch nicht mehr zur Heidenauer Baustelle im Zentrum der Stadt äußern. Er bekomme Drohanrufe und werde bedrängt, sagt ein Vertreter. Von wem, will er nicht sagen.

Nachdem der Bauherr, die städtische Wohnungsgesellschaft WVH, den Vertrag gekündigt hatte, wollten die Berliner zunächst weiterarbeiten. Aus Zeichen des guten Willens, sagt der Vertreter. Doch das brachte nichts. Nun herrscht erstmal wieder Ruhe auf der Baustelle der "Neuen Mitte". Im Juli soll die Heidenauer Baufirma Karl Köhler übernehmen.

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Konsequenzen noch nicht absehbar

Der CEC-Vertreter ist enttäuscht. So etwas sei ihm in 15 Jahren noch nicht passiert, sagt er. Er sieht seine Firma als Opfer der Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und der zum 1. Mai abberufenen langjährigen WVH-Geschäftsführerin. Für die WVH waren Unzuverlässigkeit und höhere Preise die Gründe für die Kündigung.

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Welche möglichen rechtlichen Konsequenzen die Kündigung noch hat, ist nicht absehbar. Die Berliner Firma hatte angekündigt, sie nicht so einfach hinzunehmen. Die WVH und die Stadt haben ihre schnelle Entscheidung unter anderem auch damit begründet, keine Zeit verlieren zu wollen. Weil eine einvernehmliche Lösung mit der Berliner Firma nicht zustande gekommen war, habe man den Vertrag gekündigt.

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