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Heidenau: Bürgerberatung in Corona-Zeiten

38-mal in drei Monaten geholfen, das klingt nicht viel. Doch Schicksale wie das eines Selbstständigen zeigen, dass die Beratung gebraucht wird. Jetzt besonders.

Ein Arbeitsplatz wie viele: Nora Strobel hilft von hier aus Menschen in schwierigen Situationen.
Ein Arbeitsplatz wie viele: Nora Strobel hilft von hier aus Menschen in schwierigen Situationen. © Stadtverwaltung Heidenau

Er hätte sich nie gedacht, einmal in diese Situation zu kommen. Der Heidenauer Selbstständige, der jetzt bei der Bürgerberatung im Stadthaus auf der Bahnhofstraße Hilfe suchte. Corona hat ihm den Job genommen, Hilfe bekam er keine, Ämter geschlossen oder schwer erreichbar. In seiner Not fand er die Heidenauer Beratungsstelle. Hier unterstützte Nora Strobel ihn bei der Antragstellung für Hartz IV. Mit ihrer Unterstützung konnte der Antrag trotz verschiedener Nachforderungen bewilligt werden. Ein Erfolgserlebnis, auf das trotzdem niemand so richtig stolz ist.

Es ist eine Hilfestellung von 38, die die Beratungsstelle seit Dezember leistete. 38-mal in reichlich drei Monaten, das ist nicht besonders viel. Doch angesichts der Weihnachtspause und vor allem der nur auf Terminvereinbarung stattfindenden Gespräche dennoch wichtig, vor allem für die Betroffenen.

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Themen werden mit Corona mehr

Die Hauptthemen der Beratungen sind Wohngeldantrag, Kindergeld und Kinderzuschlag. Aber es gibt auch Fragen wie die, wo sich das Fundbüro befindet - im Rathaus. Diese Themen gab es schon vor der Pause in der Beratungsstelle. Mit Corona und speziell seit Dezember sind weitere Themen hinzugekommen. Das sind zum Beispiel:

  • Unterhaltsvorschuss
  • Programm Bildung und Teilhabe (aktuell unter anderem für persönlichen Schulbedarf)
  • Lernförderung
  • Asylbewerberleistungen
  • Bestattungskosten-Beihilfe
  • Kurzarbeit
  • Stellensuche
  • Kinderbetreuung
  • Corona-Schutzimpfung

Die Ratsuchenden kommen nach wie vor überwiegend aus Heidenau. Aber auch aus den umliegenden Orten wie Dohna und Müglitztal kommen Leute, um sich beraten zu lassen. Manchmal können schon in einem Telefonat die wichtigsten Fragen geklärt werden. Wenn ein persönliches Gespräch notwendig ist, dann nach Terminvereinbarung und unter den aktuell üblichen Hygienevorschriften.

Nora Strobel und ihre Kollegin werden mit vielen persönlichen Schicksalen konfrontiert. Besonders berührt sind sie immer, wenn es um die Hilfe bei Anträgen auf Schwebehinderung oder Hilfeleistungen wie beispielsweise für Menschen mit einer schnell fortschreitenden Krankheit geht. Da wird klar, es muss schnell gehen und die Beratung ist enorm wichtig.

Stadthaus Bahnhofstraße Heidenau, Beratung geöffnet: Montag und Freitag, 8 bis 12 Uhr; Dienstag und Donnerstag, 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, nur nach Terminabsprache.

Kontakt: E-Mail [email protected], Telefon 03529 5743788

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