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Heidenau verschenkt Weihnachtspost

Kein Weihnachtsmarkt, kein Postamt: Der Zentrumsverein und Postmodern haben einen Ausweg gefunden. Kunden der Thälmannstraße können sich freuen.

Vereinschefin und Apothekerin Claudia Benedikt und Postmodern-Marketingleiter Alexander Hesse präsentieren Heidenaus Weihnachtspost.
Vereinschefin und Apothekerin Claudia Benedikt und Postmodern-Marketingleiter Alexander Hesse präsentieren Heidenaus Weihnachtspost. © Stadtverwaltung

Post und Geschenke gehören zu Weihnachten wie Weihnachtsmarkt und Glühwein. Wenn es nun schon keinen Wein auf dem Markt gibt, sollen die Heidenauer doch nicht auf Post und Geschenke verzichten. Der Interessenverein Stadtzentrum hatte die Idee, auch ohne das Postamt wie jedes Jahr eine frankierte Weihnachtskarte in Umlauf zu bringen. Weil das aber noch nicht reichte, gibt es nun auch noch zwei Briefmarken. Umgesetzt wurde die Idee, wie auch die Karte, mit der Firma Postmodern.

Frankierte Karte und geschenkte Briefmarken

Die ersten der 1.000 Karten in verschiedenen Varianten - zwei Motive zum Ausmalen für Kinder, eine schon fertige für Erwachsene - bekamen am Montagvormittag drei Tagesmüttergruppen. Ab 1. Dezember gibt es die Karten in den Geschäften auf der Thälmannstraße. Die Karten sind schon frankiert bzw. das Porto bezahlt und müssen nach dem Schreiben nur noch in einen der roten Briefkästen geworfen werden. Den Block mit zwei Briefmarken zu je 50 Cent verschenken vier Händler der Straße an ihre Kunden. Es sind das Sporthaus, die Parfümerie Küchler, Celly's Moden sowie die Hirsch-Apotheke. Eine 50 Cent-Briefmarke reicht für eine Postkarte - zu Weihnachten oder auch später.

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Solche Kooperations-Briefmarken im Zweierblock sind relativ selten, sagt der in Heidenau wohnende Postmodern-Marketingleiter Alexander Hesse. Neben den selbst herausgegebenen Briefmarken gibt es außerdem noch die Wunschbriefmarken, die zum Beispiel auch schon die Heidenauer Briefmarkensammler in Zusammenarbeit mit Postmodern herausgegeben haben. Motive sind Erinnerungen an das weihnachtliche Treiben im vergangenen Jahr.

Der zweiten Corona-Welle trotzen

Zunächst wurden 200 der Zweier-Briefemarkenblöcke für Heidenau gedruckt. Es kann aber auch noch nachbestellt werden. Für die Händler ist es in der aktuell schweren Zeit eine Chance, Käufer ins Heidenauer Zentrum zu locken und ihnen dafür zu danken. Die Ernst-Thälmann-Straße wurde wie alle Jahre weihnachtlich geschmückt. So sind die Märchenfiguren anzutreffen und stehen vor vielen Geschäften Weihnachtsbäume. Wie die Händler im ohnehin gebeutelten Heidenauer Zentrum die zweite Corona-Welle überstehen, kann Vereinsvorsitzende Claudia Benedikt nicht sagen. Der Verein und die Händler kämpfen seit Jahren und geben nicht auf.

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