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Heidenaus Boberhaus-Modell auf Reisen

Bisher stand es im Rathaus. Nun ist es umgezogen und wandert weiter. Mit dem echten Haus haben Heidenauer und Polen noch Großes vor.

Das kleine Modell, mit dem man noch Großes vorhat.
Das kleine Modell, mit dem man noch Großes vorhat. © privat

Die Vitrine im Heidenauer Rathaus ist leer. Das Modell, das bisher hier stand, ist für drei Wochen verreist. Das Boberhaus in klein ist seit dem 17. August in der Internationalen Jugendbegegnungstätte im polnischen Krzyzowa zu sehen. Dort bekam es auf Initiative des Direktors einen besonderen Platz: das Foyer vor dem Konzertsaal, in den zum Internationalen Musikfestival hunderte Besucher eingeladen sind. Danach wird das Modell nach Wroclaw gelangen, wo der Heidenauer Städtepartnerschaftsverein über weitere Ausstellungsorte verfügen darf, teilt Werner Guder mit.

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Er betreut das Modell historisch. Doch es soll auch eine Zukunft haben. Der Heidenauer Verein und die Partnerorganisation im polnischen Lwowek Slaski wollen das Haus als Jugend- und Begegnungszentrum wieder auferstehen lassen. Der polnisch-deutsche Arbeitskreis hält damit Erbe des Hauses in Trägerschaft der Schlesischen Jungmannschaft und den Anteil an der Widerstandsgruppe um Helmuth James Graf von Moltke wach.

Vertreter aus Heidenau (.) und Lwowek Slaski mit dem Direktor Robert Zurek (2. v. rechts) und Modellbauer Rainer Dierchen (4. v. rechts) am aktuellen Platz des Modells.
Vertreter aus Heidenau (.) und Lwowek Slaski mit dem Direktor Robert Zurek (2. v. rechts) und Modellbauer Rainer Dierchen (4. v. rechts) am aktuellen Platz des Modells. © Dorata Zawadzka

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Das Haus wurde als Wohnhaus und Zuhause für 60 Knaben 1910 gebaut. 1926 erwarb die Schlesische Jungmannschaft, eine fortschrittliche Jugendorganisation, dieses Anwesen und ließ es im Grundbuch unter der Bezeichnung Boberhaus eintragen. Dieser Begriff ist in die Geschichte eingegangen. Das Haus existierte bis Februar 1945, seitdem verkommt es.

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