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Heidenau: Baustreit am Schloss Lützow

Der Wohnungsbau-Investor ist kein Unbekannter. Bisher kamen er und die Stadt klar. Doch jetzt gehen die Meinungen auseinander.

Ein Ort mit Geschichte, der zur attraktiven Wohnadresse werden soll: Schloss Lützow.
Ein Ort mit Geschichte, der zur attraktiven Wohnadresse werden soll: Schloss Lützow. © Norbert Millauer

Großsedlitz hat viele interessante, spannende und teure Objekte. Schloss Lützow ist eines davon. So wechselvoll die Geschichte, so unklar die Zukunft. Von der herrschaftlichen Villa über Kinderkurheim bis zum CJD-Objekt. Als es verkauft werden sollte, machten utopische Preise und mögliche Nutzungen die Runde. Weder wurde es für Billionen verkauft noch eine Schönheitsklinik. Inzwischen gehört das Schloss der Ventar-Gesellschaft und sorgt seit Längerem für Diskussionen. Nicht so sehr das Schloss, als vielmehr das, was drum herum gebaut werden soll, bzw. wie und wer was bezahlen soll.

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Die Zahl der geplanten Häuser hat der Investor schon von sechs auf fünf reduziert. Doch die Stadt hat immer noch Einwände. Nicht direkt gegen die Häuser, sondern dagegen, dass sie die Erschließung bezahlen soll. Das ist wiederum eine Frage des Baurechts. Wird die Bebauung als Lückenschließung betrachtet, geht man davon aus, dass die Erschließung vorhanden ist bzw. die Stadt sie zahlt. Die sieht in den fünf Häusern nun mehr als die Bebauung einer Lücke, was bis zum Bau von Zufahrten etc. reicht. Die Alternative ist ein Bebauungsplan. Doch der kostet Geld und vor allem Zeit.

Lücke oder nicht Lücke

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Der Bauausschuss ist schon mal auf der Seite des Investors und hat damit der Verwaltung eine Abfuhr erteilt. Nun wird es am Donnerstag im Stadtrat diskutiert und dürfte spannend werden. Bis dahin, was Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) macht, wenn der Rat der Meinung des Ausschusses folgt und dem Investor die Lücke zubilligt. Sieht Opitz Schaden auf die Stadt zukommen, in diesem Fall finanziellen, kann er dem Beschluss des Stadtrates widersprechen. Das ist zwar das äußerte Mittel und in Heidenau bisher kaum vorgekommen, aber hier geht es um Geld und die Zukunft - des Standortes, des Investors und der Stadt.

Stadtrat, 24. Juni, 18.30 Uhr, Aula Goethe-Oberschule

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