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Heidenaus erster American-Footballer

Kein Stadtfest ohne Umzug. Diesmal war das Motto sportlich. Manche nahmen es olympisch, andere wurden vermisst.

© Marko Förster

Von Heike Sabel

Heidenau. Sport – bei der Hitze. Als Heidenaus Stadtfest-Macher sich für „Sport hält alle fit“ als Thema für den diesjährigen Umzug entschieden, war es noch kälter. Abgesehen von der Wärme funktionierte das Thema besser als so manches Motto der Vorjahre, wie etwa der autofreie Umzug. Und auch Einrichtungen, die so gar nichts mit Sport zu tun haben, fanden einen Dreh. Die Ausbildungsgesellschaft Metallverarbeitung (AMS) warb beispielsweise für das neue Ausbildungsjahr mit „Anpfiff“ und die Sänger vom Singekreis kamen mit dem Radl und Walking-Stöcken. Kater Schlau, der als Heidenauer Maskottchen den Umzug traditionsgemäß anführte, fuhr im Sportwagen. Über 20 Teilnehmern gestalteten den Umzug am Sonntagnachmittag. Mit dabei nach einer Pause auch die Kleingärtner. Einige wurden vermisst: Von den Schulen war nur die Gleißberg-Grundschule dabei, statt der Kindertagesstätten nur die Tagesmütter. Auch die Bibliothek, die sonst immer mit ihren kreativen Ideen im Umzug auffiel, fehlte. Dafür gab es einige andere Entdeckungen zu machen:

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Die Innovativsten

Die Wohnungsgenossenschaft Elbtal lässt sich immer etwas einfallen und fällt deshalb mit ihrem Riesentruck auf. Diesmal wurde der zum Spielfeld für American Football, stilecht mit Cheerleadern und Geschäftsführer Andreas Knobloch als Spielführer.

Der Mehrkämpfer

Alexander Hesse war wohl der Einzige im Umzug, der das mit dem Sport ganz wörtlich nahm. Er tauchte gleich in zwei Bildern auf. Als Stadtrat im ersten und dann nach einem kurzen Sprint zurück im Bild der Bruno-Gleißberg-Grundschule, wo er Vorsitzender des Schulfördervereins ist.

Die Sportmuffel

Die Feuerwehr macht sonst genug Sport und fuhr deshalb diesmal gemütlich – die Altersabteilung im Pferdewagen mit historischer Spritze, die anderen in so vielen Fahrzeugen, dass das Gerätehaus fast leer gewesen sein muss. Auch andere Teilnehmer wie der Pflegedienst Mende, der Entsorger Kühl und die Hexen, die zwar ihre Besen dabei hatten, aber nicht auf ihnen ritten oder flogen, gingen es olympisch an: Dabeisein ist alles.

Die Warmduscher

Duschen gehört zum Sport, sagten sich die Leute vom Injoy-Sportstudio und verteilten mit ihren Plastikpistolen kleine Duschen. Die waren zwar warm, aber bei den am Straßenrand stehenden Heidenauern und ihren Gästen trotzdem willkommen. Auch bei den Lebensrettern der DLRG gab es eine Dusche – aber nur für diejenige, die auf oder im Wagen saß. Die Katastrophenschützer hatten an der Goethe-Schule wieder einen Stand mit Wasser aufgebaut – für alle Umzugsteilnehmer, damit die gesund ins Ziel kamen. Immerhin dauerte der Umzug von der Bach- bis zur Bahnhofstraße eine gute Stunde. Und das war bei den Temperaturen schon eine sportliche Meisterleistung.