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Heimat ist in Sachsens Mitte

Erstmals findet am 14. April der Heimattag in Dorfhain statt. Der Grund dafür ist ein besonderer.

© Andreas Weihs

Von Verena Schulenburg

Dorfhain. Was ist typisch für die Region? Und was macht eigentlich Heimat aus? Diesen Fragen wird am Sonnabend, dem 14. April, in Dorfhain nachgegangen. Zum sechsten Mal treffen sich Heimatverbundene und alle, die es werden wollen, zum Heimattag des Wilsdruffer Landes.

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Online Tag der offenen Tür beim DRK
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Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 20. Januar 2021, in virtuellen Räumen statt.

Anfangs jährlich, mittlerweile aller zwei Jahre, laden dazu der Landesverein Sächsischer Heimatschutz und der Artur-Kühne-Verein, der eine Ortsgruppe des Landesvereins ist, zu diesem Tag ein. Er wird stets an einem anderen Ort ausgetragen. Vor zwei Jahren wurde in Cossebaude der Heimattag gefeiert. Diesmal kommt die Veranstaltung in die gerade einmal 1 100 Einwohner kleine Gemeinde am Tharandter Wald. Der Grund für die diesjährige Ortswahl ist ein besonderer. Denn erstmals bemüht sich der Verein Geopark Erlebnis Tharandter Wald mit um den Heimattag. Das Motto „Vereint für Sachsens Mitte“ passt zur Lokalität und ist bewusst gewählt. Auf dem Gelände der Georado-Stiftung an der Talstraße in Dorfhain – genau dort, wo künftig auch das Besucherzentrum eines nationalen Geoparks entstehen soll – wird der Heimat gedacht. Der künftige Geopark in Sachsens Mitte ist auch ein Schwerpunktthema des Heimattages.

Das Programm von 9 bis etwa 16 Uhr verspricht Abwechslung. Der Vormittag ist gefüllt mit einer Reihe von Kurzvorträgen – über die Kulturlandschaft, Geschichte der Windbergbahn bis hin zu Pflanzen und Tieren des Tharandter Waldes. Auch die Pläne, das Gelände der Veranstaltung zum Herzen eines Geoparks zu erklären und dabei einen Nutzwert für die gesamte Region zu erzielen, sollen vorgestellt werden. Nachmittags haben Besucher die Gelegenheit, auf geführten Wanderungen den Tharandter Wald oder den Bergbaulehrpfad zu erkunden. Wer schon immer mal einen Blick in die Räume der Georado-Stiftung erhaschen wollte, hat ebenfalls die Chance dazu.

Dort, wo einst das Unternehmen VEB Elektro- und Radiozubehör tätig war, können sich Besucher am Heimattag erzählen lassen, was es mit dem Kunstpark im Inneren, der Geotechnik im Außengelände und dem Weg der Gesteine auf sich hat, der beim Bergschätzetag im September vorigen Jahres offiziell eröffnet wurde.

Neben Vertretern der Heimatvereine und Ortschronisten sind alle interessierten Einwohner der Region zu der Veranstaltung eingeladen, erklärt Jürgen Stumpf. Der gebürtige Wilsdruffer ist seit 25 Jahren Vorsitzender des Artur-Kühne-Vereins und bemüht sich seit der ersten Veranstaltung des Heimattages 2009 mit um die Organisation der Veranstaltung.

Die Idee des Heimattages, erzählt er, sei damals vor allem aus dem Gedanken entstanden, alle, die sich für Heimatschutz engagieren, zusammenzuführen. Ziel war ein Austausch all derer, die sich ehrenamtlich für die Region stark machen. „Mittlerweile ist daraus mehr geworden“, sagt der 72-Jährige. Die sechste Veranstaltung des Heimattages ist nicht mehr nur ein Treffen und Austausch der Vereine und Heimatgruppen. Der Heimattag lockt zunehmend Besucher aus der Region an, die sich für ihr Umfeld, die Natur ringsum, schlichtweg für ihre Heimat interessieren.

Der Eintritt zum Heimattag ist frei. Für Spenden sind die Vereine dankbar. Anmeldungen sind erwünscht. Kontakte und das ganze Programm gibt es unter folgenden Links: www.saechsischer-heimatschutz.de/termine, www.georado.de