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Heimhol-Aktion für Polizisten?

Der Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU) fordert eine schärfere Kontrolle der Grenzen. Dafür sollen sächsische Beamte in die Heimat zurückkehren.

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© Uwe Soeder

Bautzen. Der Bautzener Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU) hat sich erneut für Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien ausgesprochen – und will dazu in andere Teile der Republik beorderte Polizisten zurück in die Oberlausitz holen. Durch offene Grenzen hätten Schleußer, Drogenschmuggler, Autoschieber und Einbrecherbanden leichtes Spiel. Deren Machenschaften würden durch Kontrollen erschwert.

Marko Schiemann verweist auf Bundespolizisten aus der Region, die gegenwärtig etwa in Bayern die Grenze zu Österreich kontrollieren. Der Politiker schlägt vor, sie nach Sachsen zurückzuholen und an den hiesigen Grenzen einzusetzen. „Es nützt nichts, die Haustür geschlossen zu halten, wenn die Hoftür offen steht“, sagt Marko Schiemann. Auch die Grenzen zu Polen und Tschechien müssten gesichert werden. Um die aus der Oberlausitz abgezogenen Bundespolizisten zurückzuholen, müsse der Freistaat endlich ein klares Signal nach Berlin senden, fordert der CDU-Mann.

Wegen der Flüchtlingskrise sind derzeit noch immer etwa 700 Bundespolizisten aus ganz Deutschland an der Grenze zu Österreich in Südbayern im Einsatz. Erst vor wenigen Tagen hatte auch die Polizeigewerkschaft daran massive Kritik geübt. Inzwischen kämen kaum noch Geflüchtete, im Gegenzug würden die Beamten anderswo fehlen, hieß es. (SZ/sko)