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Heimliche Nacktvideos bei der Fusion

Bei dem Festival wurden in Duschen heimlich Videos gemacht. Die Veranstalter haben die Aufnahmen nun löschen lassen.

Beim Fusion-Festival waren rund 70.000 Besucher.
Beim Fusion-Festival waren rund 70.000 Besucher. © dpa

Lärz/Berlin. Die Veranstalter des alternativen Kulturfestivals "Fusion" haben mehrere Nacktvideos im Internet löschen lassen. Diese seien vermutlich im Juni 2019 in Duschen auf dem Festgelände in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) aufgenommen worden, wie eine Sprecherin des Vereins Kulturkosmos am Mittwoch erklärte. Sie verwies auf eine Stellungnahme des Veranstaltervereins auf dessen Seite, aus der hervorgehe, dass Strafanzeige gegen die Veröffentlichungen erstattet wurde. 

"Wir sind erschüttert und fassungslos darüber, dass diese Form von sexualisierter Gewalt an Orten stattfindet, in denen wir Antisexismus und Gewaltfreiheit als Grundkonsens verstehen", heißt es in der Stellungnahme. Zuvor hatten regionale Medien darüber berichtet.

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Nach ersten Untersuchungen soll die Kamera vermutlich in einem Rucksack oder einer Tasche platziert gewesen sein. Bisher seien vier Videos bekannt. Dies sei dem Verein am 28. Januar durch eine anonyme E-Mail bekannt geworden. Die Filme seien fünf Tage im Internet zu sehen gewesen und man habe sie nach einer Strafanzeige löschen lassen. Einige Tage später sei ein weiteres Video aufgetaucht, dass als "privat" markiert war. Auch dieses sei gelöscht.

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Nachdem es Streit um das Sicherheitskonzept des Festivals gab, konnten sich Amt und Veranstalter nun einigen. 

Der Verein will nun herauszufinden, wer Urheber der Filme war, und dann über weitere Schritte entscheiden. Solche Vorfälle sollen künftig ausgeschlossen werden. Bei Polizei und Ordnungsamt reagierte man betroffen. Dies müsse strafrechtlich verfolgt werden, sagte eine Sprecherin des Amtes Röbel. Bei der Neubrandenburger Polizei sei noch keine Anzeige eingegangen, hieß es. Beim Festival waren rund 70.000 Besucher. Auf dem Gelände sorgt der Veranstalter selbst für Ordnung. (dpa)