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Heiß aufs erste Mal in eigener Halle

Zwei deutliche Auftaktpleiten können den Handballerinnen vom HC Rödertal nichts anhaben. Bei den Fans ist die Vorfreude auf das Heimspiel noch größer.

© Lutz Hentschel

Von Tino Meyer

Sie zählen die Tage herunter, und das seit Wochen schon. In der Bundesliga sind die Handballerinnen des HC Rödertal nun bereits angekommen – wenn auch mit den erwartet schmerzlichen Erfahrungen. Vergangenen Samstag setzte es beim Vorjahresdritten Metzingen eine 18:35-Pleite. Das erste Heimspiel in der obersten deutschen Spielklasse ist dennoch etwas ganz besonderes, und zwar nicht nur für die Sportlerinnen. „Ich war beim letzten Heimspiel der vergangenen Saison in der Halle, und ich bin von unserem Publikum mehr als begeistert. Sie haben es verdient, ihre Mädels endlich in der Bundesliga zu sehen“, sagt Karsten Knöfler, der neue Trainer.

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Rund 850 Zuschauer passen normalerweise in der Sporthalle am Schulzentrum in Großröhrsdorf, wo die selbsternannten Rödertalbienen zu Hause sind. Doch wenn alle ein bisschen zusammenrücken, meint der Vereinspräsident Andreas Zschiedrich, reicht der Platz auch für tausend Leute. Die Vorfreude auf die Partie am Samstag gegen Tabellenachten Bad Wildungen ist jedenfalls riesig – und eine ausverkaufte Halle zum Anwurf um 17.30 Uhr wahrscheinlich. Dass die Heimmannschaft ohne Punkte auf dem letzten Tabellenplatz steht, gerät dabei gern zur Nebensache.

Sie haben es schließlich nicht anders erwarten können angesichts dieses Auftaktprogramms mit den zwei Auswärtsspielen. Mit Metzingen sowie dem Pokalsieger Buxtehude, gegen den die Aufsteigerinnen mit 22:29 unterlagen, spielt der erst 2009 gegründete Verein zwar in einer Liga, diese Teams aber auf einem anderen Niveau. Außenseiter, betont Trainer Knöfler, seien seine Spielerinnen sowieso in jeder Partie. Auch gegen Bad Wildungen!?

Insgeheim hofft der 40-Jährige natürlich auf eine Überraschung, das Publikum erst recht. Andererseits sind selbst die Hessinnen um ein Vielfaches erfahrener, auch wenn sie in der Vorwoche gegen Buxtehude gar mit elf Toren Unterschied verloren haben. Mit solchen Quervergleichen kann Knöfler aber nichts anfangen. Und dann ist da ja auch noch die Verletztenliste. Gleich fünf Spielerinnen fehlen, im schmalen Aufgebot des Neulings ist das noch schwerer zu kompensieren. Doch der Trainer lässt das als Ausrede nicht gelten, nicht beim ersten Mal in eigener Halle. „Wir werden versuchen, den Erwartungen gerecht zu werden“, sagt er. Die Fans sind gespannt.