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Helfer für die letzten Lebenstage

Der Verein Lebenszeit startet mit der nächsten Ausbildung zum Hospizbegleiter. Dabei lernen Ehrenamtliche, mit dem Tod als Tabuthema umzugehen.

Steffi Buder (links) und Carola Lohmann haben im Dezember den ersten Kurs zum Hospizbegleiter in Leisnig abgeschlossen. © Dietmar Thomas

Leisnig. Steffi Buder und Carola Lohmann sind zwei der Frauen, die eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizhelfer absolviert haben. Es war der erste Kurs, den der Verein Lebenszeit organisiert hatte, um die Arbeit in dem im Frühjahr 2018 eröffneten Hospiz Lebenszeit zu unterstützen. Bei nahezu allen Teilnehmern hat er den Umgang mit dem Tabuthema Tod verändert. 

Für Steffi Buder sei der Kurs aber auch persönlich eine große Bereicherung gewesen. Das sagte sie im Dezember, nachdem sie den Lehrgang abgeschlossen hatte und das Zertifikat in der Hand hielt, das sie als ehrenamtliche Hospizhelferin ausweist. Sie und Carola Lohmann warben schon damals um weitere Männer und Frauen, die sich für den nächsten Kurs „Hospizbegleiter“ anmelden. Das ist jetzt noch möglich.

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„Start ist am 25. März“, sagt Heike Andrä, die im Hospiz den Einsatz der Ehrenamtlichen koordiniert. Bislang liegen dafür zehn Anmeldungen vor. Doppelt so viele können es gern noch werden. Beim ersten Kurs kamen mehr als 20 Interessierte zusammen. Sollten es diesmal mehr als 30 sein, dann könnte der Lehrgang geteilt werden, einer möglicherweise auch vormittags stattfinden. Das hänge letztlich aber davon ab, welche Personen sich anmelden und ob die an Vormittagen auch Zeit hätten.

Genau wie bei der ersten Ausbildung zum Hospizbegleiter wird es zwei Teile geben. „Zunächst von März bis Juli den theoretischen. Zwischen September und Dezember sind dann kleine Praktika im Hospiz geplant, um die Einrichtung kennenzulernen und Erfahrungen sammeln zu können“, erklärt Heike Andrä, wie der Kurs abläuft. 

Einbringen können sich die Ehrenamtlichen schließlich nach ihrem eigenem Zeitbudget und bei Aufgaben, die ihnen liegen. Außer gemeinsame Zeit mit den Hospizgästen zu verbringen, gilt es zum Beispiel, kleine Feiern vorzubereiten, Garten und Park in Schuss zu halten, mal einen Sonderwunsch nach einem bestimmten Essen zu erfüllen oder anderes mehr.

Wer sich vorstellen kann, als Hospizhelfer tätig zu werden und den vorher nötigen Kurs zu besuchen, der möge sich dafür am besten bei einem persönlichen Gespräch mit Heike Andrä anmelden. Sie ist im Hospiz zu erreichen, Telefon 034321 687700, oder mittwochs von 10 bis 12 Uhr im Vereinsbüro Chemnitzer Straße 18 (ehemals Henwi).

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